Waldeck-Frankenberg

Arbeitslosenzahl steigt leicht an

- Waldeck-Frankenberg (nv). Um sicher durch den Winter zu kommen, ist eine gute Grundlage alles: Darauf setzen nicht nur die Skiliftbetreiber im Upland, die Natur- und Kunstschnee mischen, sondern auch die Mitarbeiter der Korbacher Arbeitsagentur.

Die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt im November künstlich, zum Beispiel durch die Vermittlung Erwerbsloser in Arbeitsmarktmaßnahmen, zu verbessern, haben die Korbacher allerdings nicht nötig. „Wir haben einen sehr stabilen Markt, der uns Hoffnung gibt, gut durch den Winter zu kommen“, betont Agenturchefin Christine Eden, als sie am Dienstag in Korbach letztmals die Statistik für Waldeck-Frankenberg vorstellte. Die Bremerin geht zum Jahresende in ihre Heimat zurück. Ihre Nachfolge tritt Uwe Kemper an (wir berichteten).

Christine Edens Optimismus kann auch der leichte Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Vergleich zum Vormonat nicht trüben. Während im Oktober 3989 Waldeck-Frankenberger ohne Arbeit waren, sind es im November 4043 Personen (plus 54 Personen / 1,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg leicht von 4,7 Prozent auf 4,8 Prozent an. Diese Steigerung entspreche nicht dem Bundes- und Landestrend, räumt die Fachfrau ein. Beide Werte blieben mit 7,0 Prozent und 5,9 Prozent stabil. Für Christine Eden zählt jedoch vielmehr der Blick auf das große Ganze: Trotz der leichten Erhöhung liegt der Agenturbezirk Korbach mit einer Quote von 4,8 Prozent hessenweit auf einem Spitzenplatz: Die Quote ist nur in Fulda (4,3 Prozent) geringer.

Hinzu kommen weitere Werte, die Edens Hoffnung auf eine positive Entwicklung rechtfertigen: Obwohl es in diesem Monat 54 Arbeitslose mehr gibt als im Oktober, sind derzeit 1159 Waldeck-Frankenberger weniger arbeitslos als im November 2009 (minus 22,3 Prozent). Die Zahl junger Arbeitsloser (bis 25 Jahre) sinkt weiter auf 375 Personen (minus 17 Personen / 4,3 Prozent).

Während die Zahl Langzeitarbeitsloser laut Eden hessen- und bundesweit steigt, ist sie im Landkreis im November um 25 Personen (1,9 Prozent) auf 1298 Männer und Frauen gesunken; im Vergleich zum November sogar um 153 Personen (10,5). „Langzeitarbeitslose haben auf unserem Markt also eine gute Chance“, freut sich die Expertin.  Gleiches gelte für die 50- bis 65-jährigen Arbeitslosen. Im Gegensatz zum bundesweiten und hessischen Trend verlaufe der Anstieg um 3,8 Prozent – 1368 Waldeck-Frankenberger sind betroffen – im „üblichen saisonalen Rahmen“.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Mittwoch, 1. Dezember.

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