Korbacher Agentur für Arbeit meldet positive Zahlen

Arbeitslosigkeit im Kreis ist auch im August gesunken 

Symbolbild Schild Arbeitsagentur
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Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist auch im August gesunken, das berichtet die Korbacher Agentur für Arbeit.

Auch für den August meldet die Korbacher Agentur für Arbeit positive Zahlen: In Waldeck-Frankenberg waren 3094 Menschen arbeitslos gemeldet, acht weniger als im Juli, das ist ein Minus von 0,3 Prozent.

Waldeck-Frankenberg – Die Arbeitslosenquote bleibt bei 3,5 Prozent. Allerdings sind es im Vergleich zum Corona-geprägten August vor einem Jahr 846 Arbeitslose weniger, ein Rückgang um beachtliche 21,5 Prozent. Damals lag die Quote bei 4,5 Prozent.

Zum Agenturbezirk gehören die Kreise Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Dort waren im August 6607 Arbeitslose gemeldet, 139 weniger als im Vormonat – ein Minus von 2,1 Prozent. Die Quote sinkt dadurch erneut um 0,1 Punkte auf jetzt 3,5 Prozent. Gegenüber dem von Corona geprägten August 2020 sind es 1628 Arbeitslose weniger, ein Rückgang von 19,8 Prozent.

Die Lage in den Geschäftsstellen im Kreis

Blick auf die drei Geschäftsstellen im Kreis: 

  • In Korbach mit Bad Wildungen waren 1485 Menschen ohne Arbeit, drei oder 0,2 Prozent weniger als im Juli und 358 oder 19,4 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Quote verharrt bei 3,6 Prozent.
  • Frankenberg verzeichnet 899 Arbeitslose, 10 oder 1,1 Prozent weniger als im Vormonat und 315 oder 25,9 Prozent weniger als im August 2020. mit 3,1 Prozent weist Frankenberg erneut die niedrigste Arbeitslosenquote im Agenturbezirk auf. Vor einem Jahr hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.
  • In Bad Arolsen waren 710 Menschen Jobsuchende erfasst, im Vergleich zum Juli sind das fünf oder 0,7 Prozent mehr, im Vergleich zum August 2020 aber 173 oder 19,6 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote beträgt wie im Juli 4,0 Prozent.

Der heimische Arbeitsmarkt bewege sich weiter in einem ruhigen Fahrwasser. Das berichtete der Leiter der Korbacher Agentur für Arbeit, Uwe Kemper, am Dienstag bei der Vorstellung der August-Zahlen. Er entwickele sich in beiden Kreisen weiter positiv, stellt er fest. „Von einer sich eintrübenden Stimmung in der Wirtschaft und Sorgen, beispielsweise im Tourismus und der Gastronomie, ist in den August-Zahlen noch nichts zu merken.“

Facharbeitermangel: Rekord an offenen Stellen

Im Agenturbezirk „haben wir 3880 offene Stellen zu besetzen – das ist der Höchststand in den vergangenen fünf Jahren“, berichtet Uwe Kemper. Es seien 144 mehr als im Juli und 1427 mehr als im Vorjahresmonat. Im August 2019 waren 3320 offene Stellen gemeldet, vor fünf Jahren 2380.

Die meisten Stellen seien mit 694 in der Zeitarbeit gemeldet, gefolgt von 422 im Gesundheits- und Sozialwesen, 272 im Handel und der KfZ-Reparatur sowie 228 im verarbeitenden Gewerbe.

Dies zeuge von der erfreulicherweise stabilen Wirtschaftsstruktur im Agenturbezirk, sagt Kemper. Es mache aber auch den weiterhin hohen Bedarf gerade an qualifizierten Fachleuten deutlich, „der uns künftig noch intensiver beschäftigen wird.“

Fünf-Jahres-Rekord beim Rückgang der Arbeitslosen

Blick auf weitere Entwicklungen: Die Zahl der Arbeitslosen ist von Juli auf August stärker gesunken als in den vergangenen fünf Jahren – also auch stärker als in den Jahren vor der Pandemie, sagt Kemper.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen sei aber erneut bei den unter 25-Jährigen zu verzeichnen, berichtet Kemper: von 740 auf 761, das entspricht einem Plus von 1,8 Prozent. „Dies dürfte wie schon im Juli am Schuljahres- und Ausbildungsende liegen.“

Bei den Ausländern gab es eine Zunahme der Arbeitslosigkeit um 1,6 Prozent, bei allen anderen Gruppen sind Rückgänge zu verzeichnen: bei Männern minus 3,1 Prozent, bei über 50-Jährigen minus 2,2 Prozent und bei Frauen minus 0,8 Prozent.

Bei der Agentur und beim Jobcenter sind die Arbeitslosenzahlen im August gesunken: bei Beziehern von Arbeitslosengeld I deutlich um 134 Betroffene oder 4,3 Prozent auf aktuell 2950, bei Beziehern der Grundsicherung um fünf oder 0,1 Prozent auf 3657. Im Jahresvergleich entspricht das beim Arbeitslosengeld einem Rückgang um 29,9 Prozent, bei der Grundsicherung um 9,2 Prozent.

Etwas weniger Langzeitarbeitslose

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen liegt mit 1983 im August um 56 niedriger als im Juli. Beim Arbeitslosengeld entsprechen 464 Langzeitarbeitslose genau dem Stand von August 2020. Bei der Grundsicherung sind es mit 1519 Betroffenen 208 mehr als vor einem Jahr. Im Agenturbezirk haben im August elf Betriebe neue Kurzarbeits-Anzeigen gestellt, die bis zu 75 Beschäftigte betreffen können. Im Juli hatte es 16 neue Anzeigen für maximal 122 Leute gegeben.

Weniger Kurzarbeit

Für die tatsächliche Kurzarbeit gibt es auf Agenturebene Hochrechnungen bis April, als in 1215 Unternehmen insgesamt 8249 Beschäftigte betroffen waren – im März waren es 1266 Betriebe mit 9123 Beschäftigten.

Auch in Waldeck-Frankenberg ist die Kurzarbeit rückläufig: Im August gingen fünf neue Anzeigen für maximal 57 Beschäftige ein, im Juli waren es zwölf neue Anzeigen für bis zu 112 Beschäftigte.

Für den Kreis liegen Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit bis März vor: Danach waren 5269 Beschäftigte in 723 Betrieben in Kurzarbeit – im Februar waren es 6623 Mitarbeiter in 841 Unternehmen.

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