Korbacher Agentur für Arbeit berichtet:

Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist auch im Oktober zurückgegangen

Agentur für Arbeit
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Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist auch im Oktober zurückgegangen, sie Quote sinkt auf 3,1 Prozent.

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis ist auch im Oktober gesunken, wie die Korbacher Agentur für Arbeit am Donnerstag berichtete.

Waldeck-Frankenberg – 2732 Menschen auf Jobsuche waren gemeldet, das sind 98 oder 3,5 Prozent weniger als im September und sogar 721 oder 20,9 Prozent weniger als vor einem Jahr, als die Corona-Krise durchschlug. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,1 Punkt auf 3,1 Prozent, im Vorjahr hatte sie bei 3,9 gelegen.

Im gesamten Agenturbezirk mit den beiden Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm waren 5852 Jobsuchende registriert, 245 oder 4 Prozent weniger als noch im September. Die Arbeitslosenquote erreicht mit 3,1 Prozent den gleichen Wert wie im Oktober 2019, also vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie mit ihren wirtschaftlichen Folgen. Im Oktober des vorigen Jahres hatte sie bei 3,9 Prozent gelegen. 

Die Lage in den drei Geschäftsstellen im Kreis

Blick auf die drei Geschäftsstellen im Kreis: 

  • In Korbach mit Bad Wildungen waren 1345 Menschen ohne Arbeit gemeldet, 19 oder 1,4 Prozent weniger als im September und 249 oder 15,6 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Quote verharrt bei 3,3 Prozent.
  • Frankenberg verzeichnet 770 Arbeitslose, 35 oder 4,3 Prozent weniger als im Vormonat und 311 oder 28,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Quote sinkt um 0,1 Punkte auf 2,7 Prozent – das ist erneut der niedrigste Wert im gesamten Agenturbezirk.
  • In Bad Arolsen waren 617 Menschen auf Jobsuche, 44 oder 6,7 Prozent weniger als im September und 161 oder 20,7 Prozent weniger als im Oktober 2020. Die Quote sinkt um 0,3 Punkte auf 3,5 Prozent.

Etwas weniger offene Stellen

Der Bestand an offenen Stellen im Kreis sinkt um 20 auf 2124, das sind aber immer noch 604 Stellen mehr als im Oktober 2020. Im gesamten Agenturbezirk ist die Zahl leicht gestiegen.

Die niedrige Arbeitslosenquote sei gerade angesichts der Pandemie-Turbulenzen „sehr erfreulich“, sagte der Agenturleiter Uwe Kemper. Der Bedarf an Mitarbeitern knüpfe an die Zeiten vor Corona an, wobei im Bezirk sogar fast 700 offene Stellen mehr gemeldet seien sind als im Oktober 2019. Wie vor zwei Jahren seien die Branchen mit dem größten Bedarf die Zeitarbeit, gefolgt vom Gesundheits- und Sozialwesen, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Handel einschließlich Kfz-Reparatur.

Bedarf an Facharbeitern weiter hoch

Die Entwicklung setze sich fort, dass in vielen Branchen vorwiegend Fachleute gesucht würden, sagte Kemper: „Für Ungelernte wird es immer wichtiger, sich zu qualifizieren, um in der Arbeitswelt mithalten zu können.“

Weniger Arbeitslose in allen Gruppen

In allen Gruppen sei die Arbeitslosigkeit gesunken, am deutlichsten bei den unter 25-Jährigen: um 94 auf 543, ein Minus von 14,8 Prozent. Es folgten die Ausländer mit einem Minus von 76 Betroffenen oder 5,2 Prozent. Bei den Frauen seien es es 122 Arbeitslose oder 4,4 Prozent weniger, bei den Männern 123 oder 3,7 Prozent weniger und bei den über 50-Jährigen 30 oder 1,3 Prozent weniger.

Die Zahl der Langzeitarbeitlosen sank zwar auf 1879, sie liegt aber immer noch über dem Vorjahreswert. Innerhalb eines Jahres ist der Anteil der Langzeitarbeitlosen an allen Arbeitslosen im Agenturbezirk von 24,7 auf 32,1 Prozent gestiegen. 

Weniger Kurzarbeit

Sieben neue Kurzarbeits-Anzeigen für bis zu 78 Beschäftigte gingen im Oktober aus Waldeck-Frankenberg ein, im September waren es sechs für bis zu 214 Mitarbeiter.

Hochrechnungen zur tatsächlichen Kurzarbeit liegen bis Mai vor: Danach waren 4640 Beschäftigte in 679 Betrieben betroffen, im April waren es 5046 in 694 Unternehmen. 

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