24 Menschen mehr ohne Job · Arbeitslosenquote liegt bei 4,7 Prozent

Arbeitslosigkeit im Kreis steigt leicht

Waldeck-Frankenberg - Die Arbeitslosenzahl im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist im November leicht gestiegen: Im Vergleich zum Vormonat waren 24 Menschen mehr ohne Job. Das entspricht einer Steigerung um 0,6 Prozent.

Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt im Landkreis damit bei 4,7 Prozent (November 2012: 4,5 Prozent). Dabei hat der gesamte Bezirk der Arbeitsagentur Korbach, der neben Waldeck-Frankenberg auch den Schwalm-Eder-Kreis umfasst, insgesamt hauchdünn bessere Zahlen als im Oktober aufzuweisen: Die Arbeitslosigkeit sank insgesamt um 0,1 Punkte auf derzeit 4,7 Prozent. Im Vormonat waren es noch 4,8 Prozent, im November 2012 allerdings nur 4,5 Prozent. Im Vergleich der beiden Landkreise punktet allerdings allein Schwalm-Eder mit einem Minus der Arbeitslosen von 115 Personen (minus 2,4 Prozent).

Frankenberg glänzt

Immerhin: Als einzige Geschäftsstelle im Landkreis kann Frankenberg sowohl zum Vormonat (minus 3,4 Prozent) als auch zum Vorjahr (minus 6,3 Prozent) einen Rückgang der Arbeitslosigkeit verbuchen und damit glänzen. Mehr Menschen ohne Job gibt es im Vergleich zum Oktober nur im Bereich der Geschäftsstelle Korbach mit 75 mehr Arbeitslosen (plus vier Prozent). Insbesondere im Hotel- und Gaststätten- sowie im Baunebengewerbe habe es saisonal bedingte Arbeitslosmeldungen gegeben, erklärte Cornelia Harberg, Sprecherin der Korbacher Agentur für Arbeit.

Von der leichten Erholung im gesamten Agenturbezirk profitierten indes fast alle Personengruppen, allen voran Frauen, deren Arbeitslosenzahl sich um 105 Meldungen (minus 2,5 Prozent) reduziert hat. Einzig bei den Männern stellt die Korbacher Arbeitsagentur einen leichten Zugang um 14 Personen fest.

Nach wie vor zeigt sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr durchweg ein Anstieg der Jobsuchenden. „Der Trend setzt sich fort, dass in diesem Jahr die Arbeitslosenzaheln einen Tick höher sind als im Vorjahr“, so Harberg.

2381 Langzeitarbeitslose wurden im November vom Jobcenter Waldeck-Frankenberg betreut. Das entspricht einem Minus von 18 (minus 0,8 Prozent) gegenüber Oktober und einem Zuwachs um 158 (plus 7,1 Prozent) gegenüber November 2012. Die Lage wird nach Einschätzung von Otto Richter, stellvertretender Geschäftsführer des Kreisjobcenters, stabil bleiben: „Wir erwarten keine weiteren Impulse für Mehrbeschäftigung, sehen aber auch keine Signale für Stellenabbau.“

Fachkräfte gesucht

Die für den Arbeitsmarkt eher ruhigen Monate bis Ostern sollen für Qualifizierungsmaßnahmen genutzt werden, denn der Fachkräftebedarf sei nach wie vor groß, so Harberg: „Besonders im Gesundheits- und Pflegebereich werden derzeit verstärkt Fachkräfte nachgefragt.“

Weniger Jobofferten

Offene Stellen hat die Arbeitsagentur für Waldeck-Frankenberg aktuell 672 im Bestand - 59 weniger als im Vormonat. „Wir haben ein zurückhaltendes Einstellungsverhalten bei den Arbeitgebern festgestellt. Mutmaßlich warten viele ab, wie das Jahr 2014 startet“, versuchte Harberg eine Erklärung.

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