Quote fällt auf 3,5 Prozent

Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg erholt sich im Juli weiter

ARCHIV - 10.11.2015, Nordrhein-Westfalen, Bergisch Gladbach: Die Bundesagentur für Arbeit, fotografiert in Bergisch-Gladbach (Nordrhein-Westfalen). Am Donnerstag werden die monatlichen Arbeitsmarktzahlen für Nordrhein-Westfalen veröffentlicht. Foto: Oliver Berg/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg ist im Juli gegenüber dem Vorjahr um 22,1 Prozent gefallen.

Die Arbeitslosenquote im Kreis Waldeck-Frankenberg ist auf 3,5 Prozent gefallen – für Juli sei das nicht unbedingt üblich, die Zahlen näherten sich der Zeit vor Corona an.

  • Im Juli 2021 waren in Waldeck-Frankenberg 3102 Menschen arbeitslos gemeldet.
  • Gegenüber des Vormonats bedeutet das einen Rückgang um 3,3 Prozent, im Vergleich zum von der Pandemie hart getroffenen Vorjahresmonat einen um 22,1 Prozent.
  • Menschen unter 25 Jahren sind die einzige Personengruppe, bei denen die Arbeitslosenquote nicht rückläufig ist. Grund dürfte laut Arbeitsagentur das Ende von Schuljahr und Ausbildungen sein.

Waldeck-Frankenberg – Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist im Juli erneut leicht gesunken: 3102 Menschen waren arbeitslos gemeldet, das waren 106 weniger als im Juni – ein Minus von 3,3 Prozent. Im Vergleich zum Juli 2020 sind 881 weniger Personen arbeitslos gemeldet, also -22,1 Prozent. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent: 0,2 Prozentpunkte weniger als im Juni und einen ganzen unter dem Vorjahreswert.

Als „nicht selbstverständlich“ bezeichnete es der Korbacher Agenturleiter Uwe Kemper, dass die Zahl der Arbeitslosen erneut zurückgegangen sei. „Das war in den vergangenen fünf Jahren im Juli nicht üblich. Wir nähern uns immer weiter den Zahlen ,vor Corona’ an, bei gleichzeitig weiter steigendem Stellenbestand.“ So hat die Arbeitslosenquote im Juli 2019 bei 3,4 Prozent gelegen, also nur 0,2 Prozentpunkte niedriger als aktuell.

Ihren Höchststand während der Pandemie erreichte die Arbeitslosenquote mit jeweils 4,4 Prozent im Sommer 2020 von Juni bis August und im Februar 2021 während des Lockdowns. Kemper erklärt: „In diesem Sommer macht sich die Erholung der Wirtschaft, die Rückkehr von Tourismus und Gastronomie bemerkbar. Die Lage ist gut, aber die weitere Entwicklung wird auch von der Intensität einer möglichen vierten Corona-Welle abhängen.“

Arbeitslosenquote bei Jüngeren steigt

Zudem wies Kemper auf eine Zunahme der Arbeitslosigkeit bei den Jüngeren hin. „Grund hierfür dürfte das zu Ende gehende Schuljahr und der Abschluss von Berufsausbildungen sein.“ An alle Schulabgänger, die noch nicht wissen, wie es für sie weitergeht, appelliert der Agenturchef, sich jetzt zu kümmern. „Es gibt noch 800 unbesetzte Ausbildungsstellen für dieses Jahr, da gibt es noch gute Chancen. Auch wer gar keine Idee für seine berufliche Zukunft hat, kann sich bei der Berufsberatung melden.“ Sie ist unter Telefon 05631/957158 oder E-Mail Korbach.Berufsberatung@arbeitsagentur.de zu erreichen.

Die Menschen unter 25-Jahren sind die einzige Personengruppe, bei denen die Werte nicht rückläufig sind. Ihre Anzahl ist um 29 auf jetzt 317 gestiegen, also um gut zehn Prozent. Sie liegt aber um 193 niedriger als noch vor einem Jahr. Das bedeutet ein Minus von 37,8 Prozent.

Weiter Kurzarbeit in Waldeck-Frankenberg angezeigt

Zehn neue Kurzarbeits-Anzeigen gingen in Waldeck-Frankenberg ein, die für maximal 109 Personen gelten (Juni: 10 neue Anzeigen für bis zu 57 Beschäftigte). Ob und in welchem Umfang die Betriebe tatsächlich kurzarbeiten, wird erst mit der Abrechnung deutlich, für die sie drei Monate Zeit haben. Auf Landkreisebene liegen Hochrechnungen bis Februar vor: Danach waren im Kreis 6605 Beschäftigte in 842 Betrieben in Kurzarbeit (Januar: 6496 Personen in 805 Betrieben). (red/wf)

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