Quote liegt bei 3,8 Prozent

Arbeitsmarkt in Waldeck-Frankenberg legt an Tempo zu

Waldeck-Frankenberg. Der heimische Arbeitsmarkt präsentiert sich auch im Juni mit sehr guten Werten. 3290 Personen waren im Juni im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 120 weniger als im Vormonat und 318 weniger als im Vorjahresmonat. Die aktuelle Quote liegt bei 3,8 Prozent.

Von der erneuten Erholung profitieren nahezu alle Personengruppen. Einzige Ausnahme bleiben Menschen mit Migrationshintergrund im Vorjahresvergleich, während binnen Monatsfrist auch bei ihnen eine Reduzierung an Jobsuchenden festzustellen ist. Ansonsten nutzten seit Mai vor allem Jugendliche und Ältere sowie Arbeitslose und Langzeitarbeitslose aus dem Rechtskreis SGB II ihre Chancen, wieder in Erwerbstätigkeit zu kommen. 

Ein noch stärkerer Rückgang der Arbeitslosigkeit zeichnet sich binnen Jahresfrist einheitlich ab. An Offerten wird es auch künftig nicht fehlen. Im Gegenteil: Denn der Stellenbestand bleibt auf sehr hohem Niveau, in Waldeck-Frankenberg gibt es 1647 offene Stellen, im gesamten Agenturbezirk sind es knapp 3000. Damit ist er stärker als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre angestiegen und markiert auch hessenweit einen Spitzenwert. 

Über dem Durchschnitt des Bundeslandes liegt ebenfalls die Entwicklung neu gemeldeter Beschäftigungsangebote seit Jahresbeginn, neun Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2016. Beide Landkreise melden einen ähnlich hohen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber Mai bzw. Juni 2016. Dennoch liegt Schwalm-Eder mit 4,2 Prozent Arbeitslosenquote etwas höher als Waldeck-Frankenberg, wo nur 3,8 Prozent zu verzeichnen sind. 

Demzufolge können auch alle Geschäftsstellen mit Minuswerten punkten. Einzig Bad Arolsen weist eine minimale Zunahme gegenüber dem Vormonat auf, liegt dafür aber an erster Stelle gegenüber dem Vorjahr. „Die Arbeitslosigkeit ist im Juni gegenüber dem Vormonat und dem Vorjahr stärker als Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre gesunken“, kommentiert Agenturchef Uwe Kemper die neuen Zahlen. 

Natürlich stimmten die Arbeitsmarktwerte im ersten Sommermonat zufrieden. Dennoch dürfe nach wie vor nicht der hohe Fachkräftebedarf der heimischen Wirtschaft als große Herausforderung aus den Augen verloren werden. „Über verstärkte Ausbildung den eigenen Mitarbeiterstamm für die Zukunft zu stabilisieren, ist hier eine mittelfristige Lösungsoption“, appelliert Kemper an die Unternehmer. (r)

Die Zahlen der Geschäftsstellen:

Korbach mit Bad Wildungen

1535 Menschen ohne Arbeit waren im Juni in Korbach und Bad Wildungen registriert. Das sind 108 weniger (minus 6,6 Prozent) als im Mai und 121 weniger (minus 7,3 Prozent) als im Juni 2016. Die aktuelle Quote beträgt 3,8 Prozent, während sie im Vormonat 4,0 und im Vorjahresmonat 4,1 Prozent gewesen war. 

Frankenberg

1029 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. Das entspricht einem Abgang von 26 Personen (minus 2,5 Prozent) gegenüber dem Vormonat und 109 Personen (minus 9,6 Prozent) gegenüber dem Vorjahresmonat. 3,6 Prozent lautet die Quote im Juni, 3,7 Prozent waren es im Mai und 4,0 Prozent im Juni 2016 gewesen. 

Bad Arolsen

726 Mensche ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst. Im Vergleich zu Mai sind das 14 mehr (plus 2,0 Prozent), im Vergleich zu Juni 2016 sind es 88 weniger (minus 10,8 Prozent). Die aktuelle Arbeitslosenquote beträgt hier 4,1 Prozent, im Vormonat waren es 4,0 und im Vorjahresmonat 4,7 Prozent gewesen.

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