In den Krankenhäusern gehen die Bewerbungen zurück

Auch die heimischen Kliniken spüren den Pflegekräftemangel

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Im Krankenhaus: Pflegefachkräfte werden derzeit in Deutschland händeringend gesucht.

Waldeck-Frankenberg. Der Pflegekräftemangel trifft in Deutschland nicht nur Altenheime. Auch in Krankenhäusern werden händeringend Fachkräfte benötigt. Wie sehr bekommen die heimischen Kliniken den Pflegenotstand zu spüren? Wir fragten nach.

Kathy Mehler, Krankenpflegedirektorin im Krankenhaus Bad Arolsen und der Kreisklinik Wolfhagen, sagt: „Wir merken, dass es insbesondere in der Intensiv-, OP- und Anästhesiepflege schwieriger wird, freigewordene Stellen zu besetzen. Beispielsweise gingen früher auf ausgeschriebene Stellen mehr Bewerbungen ein oder auch die Anzahl der Initiativbewerbungen war deutlich höher.“

„Grundsätzlich registrieren auch wir rückläufige Bewerberzahlen. Von einer Not oder einem Mangel müssen wir zum Glück noch nicht sprechen. Bislang ist es uns immer gelungen, freie oder frei werdende Planstellen binnen acht bis zwölf Wochen zu besetzen“, sagt Ralf Schulz, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses Frankenberg. „Daraus leiten wir ab, dass wir als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden.“ Das zeigten Rückmeldungen der Bewerber. Schulz weist auch darauf hin, dass Pflegekräfte, die kurzfristig außerplanmäßig einen Dienst übernehmen, Bonuszahlungen erhalten.

Marc Reggentin, Geschäftsführer der Asklepios Klinik in Bad Wildungen, sagt: „Der bundesweite Pflegefachkräftemangel geht auch an uns nicht spurlos vorüber. Oft sind es Krankheiten, Schwangerschaften, Wohnort- oder Arbeitgeberwechsel, die zu personellen Engpässen führen.“ Claudia Schneider (Stadtkrankenhauses Korbach) sagt: „Auch wir merken, dass es schwieriger wird, qualifizierte Stellen zu besetzen. Bei den Pflegekräften sind wir aktuell jedoch – auch dank der sehr guten eigenen Gesundheits- und Krankenpflegeschule – noch in der Lage, Stellen kurzfristig qualitativ hochwertig zu besetzen. 

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