Korbacher Agentur für Arbeit legt Zahlen für September vor

Erneut weniger Arbeitslose in Waldeck-Frankenberg

Die Arbeitslosenquote steigt aufgrund der Corona-Pandemie.
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Die Arbeitslosigkeit in Waldeck-Frankenberg ist trotz der Corona-Pandemie im September weiter gesunken.

 „Saisonüblich“ belebt der Herbst den Arbeitsmarkt – das gelte auch im Corona-Jahr 2020, berichtete der „Geschäftsführer operativ“ der Korbacher Agentur für Arbeit, Manfred Hamel, am Mittwoch: Wie im August ist die Zahl der Arbeitslosen auch im September gesunken.

Waldeck-Frankenberg – Im Kreis waren im September 3627 Menschen arbeitslos registriert, 313 weniger als im August – ein Minus von 7,9 Prozent. Aber es sind 781 mehr als im September 2019, das Plus von 27,4 Prozent ist weitgehend der Corona-Krise geschuldet. Die Arbeitslosenquote sinkt um 0,4 Punkte auf 4,1 Prozent, liegt aber um 0,9 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat.

Die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk mit den Kreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder sinkt im September auf 7667, das sind 568 Menschen weniger als im August, ein Minus von 6,9 Prozent. „Der Rückgang fällt sogar etwas stärker aus als im Durchschnitt der vergangenen fünf Jahren“, betont Hamel. Die Quote geht um 0,3 Punkte auf 4,1 Prozent zurück. Damit liegt sie weiter um einen Punkt über dem Vorjahresmonat.

Blick auf die Geschäftsstellen:

Blick auf die Lage in den drei Geschäftsstellen im Kreis:

  • In Korbach mit Bad Wildungen waren im September 1699 Menschen ohne Arbeit gemeldet, 144 oder 7,8 Prozent weniger als im August und 351 mehr als vor einem Jahr. Die Quote sinkt um 0,3 Punkte auf 4,1 Prozent.
  • Frankenberg meldet 1143 Arbeitslose, 71 oder 5,8 Prozent weniger als im August, aber 349 mehr als im September 2019, ein Plus von 44 Prozent. In Frankenberg sinkt die Quote um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, im September 2019 waren es 2,8 Prozent. Damit hat Frankenberg neben Melsungen die beste Quote im Bezirk.
  • In Bad Arolsen waren 785 Menschen ohne Beschäftigung erfasst, 98 Menschen oder 11,1 Prozent weniger als im August und 81 oder 11,5 Prozent mehr als 2019. Die Quote sinkt um 0,6 Punkte auf 4,4 Prozent.

„Unsicherheit spürbar“

Der Arbeitsmarkt habe sich sich gegenüber dem August positiv entwickelt, berichtete Hamel. Es sei aber gerade im Vergleich zu den Vorjahreswerten die Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten Monaten spürbar.

Erfreulich sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit, gerade bei den unter 25-Jährigen, sagte Hamel. „Die Zahl der neuen Arbeitslosmeldungen liegt niedriger als im August, und es sind deutlich mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit in eine Erwerbstätigkeit gewechselt.“

Und der Bestand an offenen Stellen steige seit Mai kontinuierlich an. Im September sei er im Bezirk auf 2563 erneut gestiegen, ein Plus von 110 Stellen. Im Vergleich mit dem Vorjahr seien es jedoch 764 Stellen weniger.

Fast alle Gruppen profitieren

Im September sei die Arbeitslosenzahl bei fast allen Gruppen rückläufig, erklärte Hamel. Am deutlichsten sei dies bei den unter 25-Jährigen festzustellen, 963 seien noch gemeldet, ein Minus von 11,3 Prozent. Bei den Ausländern seien es 1761, ein Minus von 9,1 Prozent.

Seit Monaten kontinuierlich steigend sei hingegen die Zahl der Langzeitarbeitslosen: Bei der Grundsicherung und beim Arbeitslosengeld I liegt ihre Zahl derzeit bei 1797, das sind 22 mehr als im Vormonat und 406 mehr als vor einem Jahr.

Hochrechnungen für Kurzarbeit

Für die Kurzarbeit liegen auf Agenturebene Hochrechnungen für den Mai vor. Danach haben in 1867 Betrieben in den beiden Kreisen 21 330 Beschäftigte „kurzgearbeitet“. Im April waren es noch 2224 Betriebe mit 22 196 Arbeitnehmern. Die Zahl der neu eingehenden Kurzarbeitsanzeigen liegt weiter im unteren zweistelligen Gebiet, im September waren es 16.

Im Kreis waren im April 15 008 Beschäftigte in 1199 Betrieben in Kurzarbeit, im März waren es 6617 Arbeitnehmer in 674 Unternehmen. red/-sg-

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