Waldeck-Frankenberg:

Auge in Auge mit Opposition

- Waldeck-Frankenberg. Nach der knappen Wahl des Ersten Kreisbeigeordneten Jens Deutschendorf, beäugt die bürgerliche Opposition kritisch die rot-grüne Kreisspitze: Wie läuft die Machtverteilung zwischen Landrat und seinem neuen Stellvertreter?

Eine fulminante Wahlparty gab es am Montagabend nicht bei SPD und Grünen. Zu tief saß zunächst der Schock, dass Jens Deutschendorfs (Grüne) Wahl fast geplatzt wäre. So traf sich Rot-Grün im Fraktionsraum der SPD, für manchen gab es auch ein Glas Sekt – aber erst mal atmeten alle tief durch. „Klar, das war ein holpriger Start“, räumt SPD-Fraktionschef Reinhard Kahl ein. Mehr als die Mehrheit von einer Stimme war bei der politischen Verteilung zwischen im Kreistag zwar kaum zu erwarten: SPD, grüne und Linke kommen auf 36 Stimmen; CDU, FWG, FDP, Pirat und REP-Abgeordneter auf zusammen 35 Mandate. Doch „selbstverständlich hätten wir uns dieses Ergebnis schon im ersten Wahlgang gewünscht“, betont Kahl. Mindestens ein „U-Boot“ in den eigenen Reihen und eine Zitterpartie bis in den dritten Wahlgang gegen den unabhängigen Bewerber Dittmar Knittel – damit hatte bei der rot-grünen „Kern-Koalition“ niemand gerechnet. Am 1. September wird Deutschendorf nunmehr sein Amt antreten. Als große Bürde wertet Kahl den Wahlkrimi für Deutschendorf und die Koalition derweil nicht. „Jetzt geht‘s an die Arbeit“, unterstreicht Kahl. Erster Schwerpunkt werde die Energiepolitik im Landkreis sein.Mehr in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 18. August.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare