Korbach/Kassel:

Autobahn-Schiesserei · „KB“-Fiesta weiter gesucht

- Korbach/Kassel. Nach der Schießerei auf der A 49 bei Kassel erhielt die Polizei bislang rund ein Dutzend Hinweise auf das Tatfahrzeug. Eine heiße Spur gibt es bislang nicht.

Die vier Kasseler, die am Sonntagmorgen auf der Rückfahrt von Korbach nach Kassel in ihrem schwarzen Mercedes der S-Klasse an der Abfahrt Kassel-Auestadion aus einem blauen Ford Fiesta mit KB-Kennzeichen beschossen worden waren, hatten offenbar die Verfolger zunächst für Polizisten in einem Zivilfahrzeug gehalten. Dass jedenfalls deuteten sie in den Vernehmungen an. Aufgrund ihres auffälligen Fahrzeugs würden sie häufig von der Polizei kontrolliert. Erst bei der Tat stellte sich heraus, dass sich die Kasseler geirrt hatten. Zur Verfolgungsfahrt zwischen Korbach und Kassel gibt es bislang noch keine Zeugenhinweise, teilte die Polizei weiter mit. Zur Fahndung nach einem blauen Ford Fiesta neueren Modells mit Korbacher Kennzeichen hat die Kasseler Kripo bislang rund ein Dutzend Hinweise erhalten. Alle Hinweise bezogen sich auf Zeitpunkte nach der Tat am frühen Sonntagmorgen. So wollte ein Zeuge den Wagen auf einem Feldweg in der Gemarkung Baunatal gesehen haben. Eine andere Zeugin gab einen Hinweis auf eine Tiefgarage in Kassel, wo ein solches Fahrzeug stehen würde. Allen Hinweisen gingen die Ermittler umgehend nach, sie führten aber bislang noch zu keinem Erfolg versprechenden Fahndungsansatz, so die Kripo am Mittwoch. Nach den bisherigen Ermittlungen ging ein Streit in der Korbacher Diskothek „Plasa“ voraus. Die Täter verfolgten dann im blauen Fiesta den Mercedes Richtung Kassel. Im Mercedes saßen vier Personen aus Kassel, allesamt ausländischer Herkunft. Der Fahrer wurde bei der Schießerei an der Schulter erwischt, ein Mitfahrer auf dem Rücksitz an der Hüfte getroffen. Trotz der Verletzung lenkte der Fahrer den Mercedes noch selbst bis zum Elisabeth-Krankenhaus.Die Polizei warnt davor, beim Antreffen an das Fahrzeug oder die Personen heran zu treten. Hinweise bitte über Notruf 110 an jede Polizeidienststelle oder an das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Tel. 0561/9100.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare