Trend setzt sich fort, trotzdem suchen noch 950 Jugendliche

Azubis: Es gibt mehr freie Stellen als Bewerber

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Auszubildender im Handwerk: Im Landkreis gibt es gibt mehr freie Stellen als Bewerber. 

Waldeck-Frankenberg. Bei der Agentur für Arbeit Korbach sind für den Landkreis derzeit mehr offene Ausbildungsstellen als Bewerber gemeldet. So standen im April 1183 Stellen 950 potenzielle Bewerber gegenüber.

Um Betriebe und Jugendliche zusammenzubringen, findet an diesem Donnerstag der Jobday in Korbach statt. „Der Trend zum Bewerbermarkt setzt sich fort. Heute müssen Unternehmen mehr untereinander um die weniger werdenden Bewerber konkurrieren“, sagt Cornelia Harberg, Sprecherin der Agentur für Arbeit. 

Gründe seien hauptsächlich der demografische Wandel und der anhaltende Trend zum höheren Schulabschluss. Trotzdem werden zum Beginn des Ausbildungsjahres im September nicht nur Stellen unbesetzt bleiben, sondern auch Jugendliche arbeitslos sein. 155 waren am Ende des Berichtsjahres 2016 für Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder bei der Agentur gemeldet. Eine Erklärung hierfür ist das Auseinanderklaffen von Anforderungen und Wünschen der Betriebe und den Vorstellungen der Jugendlichen. „Es gibt über 400 Ausbildungsberufe. Davon kennen die Jugendlichen oft nur einen Bruchteil“, sagt Harberg. 

Eltern seien noch immer die wichtigsten Ratgeber bei Berufsentscheidungen. „Ihr Wissen ist aber oft veraltet“. Sie empfiehlt Jugendlichen frühzeitig eine Berufsberatung: „Wer im nächsten Jahr seinen Abschluss macht, sollte jetzt zu uns kommen“. 

Aber auch für Jugendliche, die noch für dieses Jahr suchen, habe die Agentur Angebote. Ebenfalls ein Faktor sei die Lücke zwischen Erwartung und Berufsalltag, das belege die Abbruchsquote von Ausbildungen. Die liegt laut Agentursprecherin bundesweit bei über 20 Prozent. Ein Weg, das zu verhindern, sei gute Vorbereitung: „Im Vorfeld sollte viel Recherche liegen. Man sollte am besten freiwillige Praktika absolvieren.

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