„Großprojekt für die Region“

B-252-Umgehung: Erstes Teilstück bei Wetter freigegeben

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Bei der Eröffnung des B-252-Teilstücks bei Wetter: (von links) CDU-Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, Gerd Riegelhuth von Hessen-Mobil, SPD-Bundestagsabgeordneter Sören Bartol, Gerhard Rühmkorf vom Bundesve rkehrsministerium, die Marburger Landrätin Kerstin Fründt und Staatssekretär Jens Deutschendorf (Hessisches Verkehrsministerium).

WETTER – Der erste Abschnitt der B-252-Ortsumgehung Münchhausen-Wetter-Lahntal ist fertig. Seit Samstagnachmittag rollt der Verkehr auf dem 5,25 Kilometer langen Teilstück nördlich von Wetter bis nach Lahntal-Goßfelden.

Damit verläuft die B 252 nun außerhalb der Orte Wetter und Niederwetter. Das heißt für diesen Bereich: keine Ortsdurchfahrten, keine Ampeln und kein Tempo-30-Limit mehr. In Steigungsbereichen gibt es Überholspuren.

Ministerialdirigent Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, Staatssekretär Jens Deutschendorf vom Hessischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium sowie Gerd Riegelhuth, Präsident von Hessen-Mobil, haben im Beisein vieler Gäste den Teilabschnitt der B 252neu eröffnet.

 Der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums betonte dabei die bundesweite Bedeutung, die der B 252 als vielbefahrene Verbindung von der A 44 bei Diemelstadt in Richtung Marburg und Frankfurt/Main zukomme.

Mit einer Gesamtbaulänge von 17,6 Kilometern handelt es sich laut Hessen-Mobil bei der Umgehung Münchhausen-Wetter-Lahntal um eines der größten Straßenbauprojekte Hessens mit geschätzten Gesamtkosten von rund 111 Millionen Euro, die der Bund zahlt. 38,2 Millionen Euro kostet der jetzt eröffnete Abschnitt.

Staatssekretär Deutschendorf sprach von einem „wichtigen Infrastrukturprojekt für die Region“ mit großer Bedeutung für die Menschen und die Wirtschaft. Es bringe Entlastung für die B-252-Anwohner von Lärm, Abgasen und Unfallgefahren. In Spitzenzeiten würden bis zu 18 000 Kraftfahrzeuge täglich auf der Strecke gezählt. 

Andererseits bedeute der Straßenbauneubau eine erhebliche Belastung für Natur und Umwelt. Im Planfeststellungsverfahren seien diese beiden Seiten abgewogen worden. Zahlreiche Ausgleichsmaßnahmen seien bereits umgesetzt worden.

Deutlich wurde bei der Eröffnung auch, dass der fertige Teilabschnitt nur eine Teilentlastung bringe. Erst wenn die Gesamtumfahrung fertig ist, werden die Orte vom Durchfahrtsverkehr befreit.

Der nördliche Teilabschnitt, der sich bis kurz vor Burgwald-Ernsthausen erstreckt, soll 2023 fertig sein; der südliche Abschnitt von Goßfelden zur B 3 in Richtung Marburg, für den sogar die Bahnstrecke verlegt werden muss, 2024.

Ebenfalls 2023 ist das Bauende für die B-252-Umgehung bei Dorfitter anvisiert. Nur für die-Umgehung Ernsthausen ist noch lange kein Baustart in Sicht. 

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