Pesto, Butter, Pasta

Bärlauch – der Kräuterstar

+
Bärlauch hält sich nach der „Ernte“ nur zwei Tage frisch, muss also schnell verarbeitet werden. Er lässt sich aber auch einfrieren oder als Pesto haltbar machen.   

Wenn im Frühling Knoblauchduft in der Luft liegt, kann das nur am Bärlauch liegen: In den kühleren Gegenden Waldeck-Frankenbergs können die Blätter noch geerntet   werden.

Wer den Bärlauch (Allium ursinum) aus der Familie der Lauchgewächse nicht im eigenen Garten hat, findet das Kraut in schattigen Auen, Auwäldern und auf feuchten, tiefgründigen Lehmböden bewaldeter Nordhänge: Dort bitte nur einzelne Blätter abnehmen, nie den ganzen Bestand plündern.

Wer ihn im eigenen Garten kultivieren möchte: Einfach im September einige Zehen etwa fünf Zentimeter tief in die Erde setzen – und einen humosen, feuchten und schattigen Platz dafür wählen. Eine erste Ernte ist nach zwei, drei Jahren möglich.

Der Bärlauch soll seinen Namen daher haben, dass sich früher niemand für ihn interessierte – außer den Bären. Inzwischen ist der Waldknoblauch jedoch überaus gefragt in der Frühlingsküche – Butter, Nudelteig, Pfannkuchen, Suppen und Salate, Dips und Pesto werden daraus gezaubert.

Um ihn haltbar zu machen, eignet sich das Einfrieren: Dazu werden die Blätter gewaschen, abgetrocknet, klein gehackt und in die Kammern von Eiswürfelformen gefüllt, einfrieren – fertig.

Es ist auch möglich, das Kraut zu pürieren, mit etwas Butter oder Olivenöl zu versehen und dann in Eiswürfelformen portionsweise einzufrieren.

Bärlauch-Pesto

Auch als Pesto lässt sich die kulinarische Bärlauchzeit etwas verlängern. So geht’s: Ein bis zwei Handvoll Bärlauch, rund 40 Gramm gehackte Mandeln, Saft einer Bio-Zitrone, Salz und Pfeffer nach Geschmack und gutes Olivenöl werden mit einem Stabmixer zu einer homogenen Masse gemixt. Wer möchte, kann auch noch 20 Gramm Kapern dazugeben. Dann werden noch 70 Gramm frisch geriebener Parmesankäse und die Zesten der Bio-Zitrone dazugegeben.

Ein Schraubglas mit Wasser heiß auskochen, mit einem sauberen Tuch trocknen, das Pesto hineingeben, mit Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren. Bitte immer auf saubere Ränder achten. So hält es sich einige Wochen. Es kann beliebig mit Olivenöl gestreckt werden – guten Appetit! (md)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare