Marode Tunnel werfen Reaktivierungspläne über den Haufen

Bahnbau: Verspätung mit Ansage

Waldeck-Frankenberg - Die ersten Züge zwischen Korbach und Frankenberg rollen später als geplant.Grund ist der hohe 
Sanierungsaufwand 
der Itter-Tunnel.

Ein ehrgeiziges Ziel hatten sich Kurhessenbahn und NVV gesetzt: Bis zum Ende dieses Jahres sollte die Reaktivierung der Eisenbahnlinie zwischen Frankenberg und Korbach erfolgt sein. Doch bereits die ersten konkreten Vorplanungen und Untersuchungen machen dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung: Die beiden 115 Jahre alten Tunnel zwischen Dorf- und Thalitter sind so marode, dass allein ihre Instandsetzung bis Ende Dezember 2014 dauern wird. Erst danach kann mit der Erneuerung der Gleisanlagen begonnen werden. Frühestens im Juni 2015 sei mit einer Inbetriebnahme der Strecke zu rechnen, teilte am Dienstag Hans-Martin König, Leiter Infrastruktur der Kurhessenbahn, mit.Die Reaktivierung kostet insgesamt rund 17 Millionen Euro. 80 Prozent davon bezahlt das Land, rund drei Millionen begleicht der Kreis. Zusätzlich werden rund 200 000 Euro für die Betriebskosten jährlich fällig. Ob die veranschlagten Kosten nach der jüngsten Hiobsbotschaft zu halten sein werden, dazu wollten sich die Verantwortlichen nicht äußern. (hs)

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