NVV-Aufsichtsrat entscheidet unter Finanzierungs-Vorbehalt

Bahnstrecke Korbach - Frankenberg soll reaktiviert werden

Waldeck-Frankenberg - Der NVV-Aufsichtsrat hat am Dienstag die Weichen für die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Korbach und Frankenberg gestellt.

Offenbar kann die Strecke aus Sicht des NVV wirtschaftlich betrieben werden. Auch das Finanzierungskonzept sei mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen worden, teilte der Verkehrsverbund gestern mit.

Der Aufsichtsrat hat die NVV-Geschäftsführung mit seinem Beschluss ermächtigt, einen Realisierungs- und Finanzierungsvertrag zur Modernisierung und Reaktivierung der Strecke zu beschließen. Darin wird sich der NVV verpflichten, für einen Zeitraum von 20 Jahren 180 000 Zugkilometer pro Jahr zu bestellen. Der Beschluss stehe unter dem Vorbehalt, dass die Geschäftsführung mit dem Land, der Kurhessenbahn, der DB AG und dem RMV Gespräche darüber führe, ob das ab 2015 fällige Bestellerentgelt für den Zugverkehr mit anderen Leistungen in Hessen verrechnet werden könne, so ein NVV-Sprecher.

Rund 14 Millionen Euro müssen in Gleise und Bauwerke, Sicherungstechnik und Haltestellen gesteckt werden, um die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen. Der Landkreis will sich mit knapp drei Millionen Euro an den Investitionen beteiligen, außerdem mit 200 000 Euro jährlich an den Betriebskosten. Das habe der Kreisausschuss bereits beschlossen, so Landrat Dr. Reinhard Kubat. Noch muss der Kreistag zustimmen.

Die Fahrten mit der Kurhessenbahn werden voraussichtlich ab dem Winterfahrpaln 2014/15 im Zweistundentakt stattfinden. Folgende Stationen zwischen Korbach und Frankenberg sind bisher dabei vorgesehen: Korbach-Süd, Thalitter, Herzhausen/Ort oder Bahnhof, Schmittlotheim, Ederbringhausen, Viermünden. Die Fahrt von Korbach nach Frankenberg wird dabei 38 Minuten dauern. (lb)

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