So klingt die Region: WLZ-Serie "Musiker im Porträt"

Airstrike machen Rockmusik – und das mit Vollgas

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Machen handgemachte Rockmusik: Michi Löwe (von links), Flo Finger, Timm Cruise und Timur Schmidt sind die Band Airstrike. 

Frankenberg – Ob Rock, Pop, Soul oder Heavy Metal: Zahlreiche Solokünstler und Bands aus Waldeck-Frankenberg sorgen für handgemachten Sound. In einer Serie stellen wir Musiker vor. Heute: Airstrike aus Frankenberg.

Erst seit 2018 gibt es die Band in der aktuellen Konstellation, doch die Rocker waren von Anfang an erfolgreich: Schon im ersten Jahr sind sie beim „SPH Music Masters“, einem Bandwettbewerb für Musiker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, ins Halbfinale gekommen – und haben sich damit gegen tausende andere Gruppen durchgesetzt. Dass sie es so weit geschafft haben, hat die vier Freunde nicht überrascht: „Wir haben ein geiles Zusammenspiel, die Chemie passt einfach“, sagt Michi Löwe.

Airstrike machen handgemachten Rock, alle Texte sind selbst geschrieben, die Musik selbst komponiert. Nur gelegentlich findet sich mal ein gecoverter Song – und der wird dann auf eigene Weise interpretiert, sagt Flo Finger.

Sie wollen die volle Aufmerksamkeit des Publikums

Und damit kommen sie gut an: Neben dem Bandwettbewerb haben die vier allein im ersten Jahr rund 40 Konzerte und Festivals gespielt und das in ganz Deutschland. Dabei spielen sie nicht, wie viele andere regionale Bands, drei- bis vierstündige Programme. „Wir spielen lieber nur eine Stunde, dafür aber Vollgas.“ Sie wollen die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

Zu hören gibt es dann erdigen Rock, wie es Timur Schmidt nennt. Außerdem, so sagt er, gibt es eine tolle Show. Zu der gehört mittlerweile sogar Pyrotechnik, das Spiel mit dem Feuer. Eine professionelle Buchungsagentur kümmert sich längst um die anstehenden Auftritte von Airstrike.

Das erste Musikvideo ist letztes Jahr entstanden, am ersten Album, das sie komplett selbst finanzieren, feilen Airstrike derzeit im Studio „Die Tonbox“ in Marburg-Biedenkopf. Im kommenden Jahr soll es erscheinen. Die jungen Männer meinen es ernst, für sie ist die Musik weit mehr als ein Hobby. Bisher verdienen sie mit ihren Auftritten zwar nicht das große Geld. Zunächst ist das Ziel für sie, sich deutschlandweit bekannt zu machen. Läuft es dann erst einmal, könnten sie sich vorstellen, die Band zum Hauptberuf zu machen. Dafür proben sie regelmäßig im eigenen Probenraum in Schreufa, in der Vorbereitung für Auftritte sogar fast täglich.

Grundlage für eine Tour

In eine Schublade stecken lassen wollen sich Airstrike nicht. Ein Plattenlabel wollen sie sich deshalb bewusst auch in Zukunft nicht suchen, „wir wollen unser eigenes Ding machen und selbst über unsere Musik bestimmen“, sagen sie. Anfragen von Plattenlabels habe es bereits gegeben, „aber wir wollen uns nicht die Butter vom Brot nehmen lassen“.

Trotz zahlreicher Auftritte und der Jobs im Alltag: Auch Zeit für ein Benefizkonzert blieb noch. Das haben sie, unterstützt von anderen Musikern, Mitte November für den Förderverein der Frankenberger Kegelbergschule organisiert.

Jetzt geht es weiter mit der Arbeit am ersten Airstrike-Album, „damit schaffen wir eine Grundlage für unsere Tour“, sagt Michi Löwe. Die soll in jedem Fall kommen. Auch ein zweites Video wird es geben, kündigen sie an. Und das alles für den Weg zum Erfolg als professionelle Band. „Wir sind bereit, den schwierigen Weg zu gehen“, betont Michi Löwe.

Kontakt zur Band gibt es über die Facebook-Seite und bei Instagram, Videos von Auftritten gibt es auf YouTube

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