Waldeck-Frankenberg

Bankgeschäfte des Ex-Landrats

- Waldeck-Frankenberg (jk). Nach über einem Jahr dauern die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zu Ex-Landrat Helmut Eichenlaub an. In neuem Licht erscheinen die Bankgeschäfte in der Schweiz.

Im August 2010 zahlte die Frankfurter Bankgesellschaft (vormals „LB Swiss“) aus Zürich rund 300 000 Euro Provisionen an die Sparkasse Waldeck-Frankenberg zurück. Nach Angaben der Schweizer Privatbank, eine Tochtergesellschaft der Landesbank Hessen-Thüringen, sollte dieses Geld auf ein von Eichenlaub benanntes Konto fließen. Rund 62 000 Euro waren demnach bereits auf dem Konto verbucht worden.

Eichenlaub war während seiner Amtszeit vor allem in den letzten beiden Jahren (2008, 2009) wiederholt in der Schweiz. Denn bei der früheren „LB Swiss“ lagen bis zu 40 Millionen Euro des Landkreises, des Abfalleigenbetriebs und der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) auf der hohen Kante. So untersucht die Staatsanwaltschaft Kassel seit Sommer 2010, wieso Eichenlaub als privater Kundenvermittler bei der Schweizer Bank geführt wurde.

Ein „Rechtshilfeersuchen“ an die Schweizer Behörden brachte bislang aber noch immer kein Ergebnis, bestätigt Dr. Götz Wied auf WLZ-FZ-Anfrage. Wied ist Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel. Daher ordneten die Ermittler im Oktober 2010 eine Hausdurchsuchung bei Eichenlaub, einem Vorstand der Frankfurter Bankgesellschaft und einem früheren Manager der Sparkasse an.

Einbezogen waren offenbar auch die Finanzbehörden. So geht die Staatsanwaltschaft bei den Ermittlungen auch der Frage nach, ob die Provisionen als Ausgleich für private Kapitalanlagen Eichenlaubs dienen sollten. Nach dieser Version brachten die privaten Geldanlagen in der Schweiz nicht die verheißenen Erträge. Der Verlust sollte deshalb durch Provisionen an anderer Stelle kompensiert werden. „Dieser Punkt wird im Rahmen des Verfahrens abgeklärt“, bestätigt

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 24. September.

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