Nachfrage nach Immobilien groß, Preise steigen - Chance für kleine Orte 

Bauen steht auch im Landkreis hoch im Kurs

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Sehr begehrt: Neue Grundstücke im Neubaugebiet „Am Holzhäuser Wege“ an der Holunderflosse in Korbach. Der im Landkreis durchschnittliche Preis für Wohnbauflächen beträgt 76 Euro pro Quadratmeter in den Kommunen mit Preisen ab 66 Euro.

Waldeck-Frankenberg. Die Nachfrage nach Wohnungen und Häusern ist groß, und die Preise steigen weiter. Laut dem aktuellen Immobilienmarktbericht für Waldeck-Frankenberg sind Wohnhäuser sowohl in den Mittelzentren als auch in kleineren Orten begehrt.

Menschen kaufen und bauen in nahezu allen Lagen – Leerstand ist demzufolge kaum noch ein Thema.

Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der verkauften Bauplätze auf einen Spitzenwert: 1017 Grundstücke wurden im Landkreis verkauft, alleine in Frankenberg 144. „Aber auch in den ländlichen Gebieten ist die Nachfrage da“, erklärte Joachim Oellrich vom Amt für Bodenmanagement Korbach bei der Vorstellung des Berichtes. So wurden zum Beispiel in der Gemeinde Diemelsee 33 Kaufverträge gezählt.

Auch bestehende Gebäude werden gerne gekauft. Die Zahlen in diesem Segment sind im Vergleich zu den Vorjahren stabil geblieben. 835 bebaute Grundstücke wurden verkauft. Für ein Einfamilienhaus zahlten Käufer im Durchschnitt 129 000 Euro. Am stärksten sind die Preise für Mehrfamilienhäuser gestiegen, die eher in den Städten vorkommen. Auffällig ist laut Susanne Paulus, Leiterin des Bauamtes beim Landkreis, dass sogar Dutzende alte und günstige Häuser verkauft werden. Das zeige, dass viele Menschen gerne in bestehende Häuser investieren. Ohnehin ist es aus ihrer Sicht lohnenswert, vorhandene Häuser zu kaufen und zu renovieren, da deren Lage im Vergleich zu Neubauten oft zentraler und die Grundstücke größer sowie bereits begrünt seien.

„Der Immobilienmarkt ist immens rege und funktioniert“, kommentierte Landrat Dr. Reinhard Kubat den Bericht. Die große Nachfrage nach Grundstücken können die Städte wegen fehlender Flächen nicht immer decken. „Das ist aber eine Chance für die Gemeinden im Umland“, so Kubat.

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