Höchstbetrag auf 45 000 Euro gestiegen

Bei der Dorfentwicklung gibt es mehr Geld für die Ortskerne

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Symbolbild 

Waldeck-Frankenberg – Im Dorfentwicklungsprogramm des Landes Hessen ist der Höchstbetrag der Förderung für Privatleute von 35 000 auf 45 000 Euro angehoben worden.

Das hat Landkreis-Pressesprecherin Petra Frömel auf Nachfrage mitgeteilt. Da die Förderquote bei 35 Prozent geblieben ist, bedeutet das: Wer die 45 000 Euro voll ausschöpfen möchte, muss in sein privates Bauprojekt entsprechend mehr investieren, rund 130 000 Euro. Für Kulturdenkmale stieg die maximale Fördersumme von 45 000 auf 60 000 Euro.

Neu ist auch, dass für die Umnutzung von Wirtschaftsgebäuden wie Scheunen und Ställen zu Wohnungen jetzt eine Förderung von bis zu 200 000 Euro möglich ist, sagte Frömel. Damit sollen die Ziele der Dorfentwicklung gefördert werden: Erhaltung historischer Bausubstanz, Entwicklung der Ortskerne und Verbesserung der Lebensqualität.

Die neue Richtlinie des Landes für die Dorfentwicklung gilt seit Kurzem und ist auch für die Orte im Landkreis gültig, die sich schon in dem Förderprogramm befinden. Das sind die Dörfer Geismar/Dörnholzhausen, Elleringhausen, Nieder- und Ober-Waroldern sowie die Kommunen Volkmarsen, Battenberg, Diemelsee, Rosenthal, Bad Arolsen und Hatzfeld.

Wie berichtet, wird in diesem Jahr keine neue Kommune aus dem Landkreis aufgenommen. Für 2020 hat jetzt die Bewerbungsphase beim Land begonnen. Dafür gebe es landesweit 16 Plätze, teilte das Ministerium am Montag mit. 

30 Millionen Euro Fördermittel in den nächsten Jahren

Aktuell fördere das Land in der Dorfentwicklung 105 Kommunen mit 787 Ortsteilen. In den nächsten Jahren stünden dafür durchschnittlich 30 Millionen Euro an Fördermitteln von EU, Bund und Land zur Verfügung.

Als „ergänzende Unterstützung“ zum Dorfentwicklungsprogramm hat der Landkreis seit diesem Jahr für alle Kommunen in Waldeck-Frankenberg ein eigenes Förderprogramm zur „Sanierung alter Bausubstanz“, um Anreize für eine neue Nutzung alter Gebäude in den Ortskernen zu schaffen. 

Es gehe darum, dörfliche Strukturen zu stärken und Perspektiven für junge Familien zu schaffen, heißt es in der Richtlinie. Förderfähig sind Investitionen mit einer Mindestinvestitionssumme von 10 000 Euro brutto. Die Höhe der Förderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Kosten, jedoch höchstens 25 000 Euro je Projekt.

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