Nur eine Abdeckung von 82,1 Prozent erreicht

Waldeck-Frankenberg belegt bei der Mobilfunkversorgung den drittletzten Platz in Hessen

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Schlecht versorgt: In manchen Teilen des Landkreises Waldeck-Frankenberg ist die Mobilfunkabdeckung schwach. Berge, Täler und ähnliches könnten hinderlich sein bei der Versorgung. Foto: dpa

 Waldeck-Frankenberg. Der Landkreis belegt in Sachen Mobilfunkversorgung im Vergleich der Kreise und kreisfreien Städte den drittletzten Platz in Hessen.

Bei 82,1 Prozent liegt die Breitbandversorgung im Bereich Mobil in Waldeck-Frankenberg. „Die Versorgung hier ist wie ein Schweizer Käse: Alles voller Löcher“, sagte Katrin Walmanns (CDU) bei der Sitzung des Kreistags in der vergangenen Woche. 

Dabei sei eine gute Mobilfunkversorgung nicht nur für Privatleute wichtig, sondern auch für die Wirtschaft. Die Christdemokraten und die SPD hatten einen entsprechenden Antrag eingereicht. Gegen die Stimmen der AfD wurde entschieden, dass sich der Kreisausschuss für eine bessere Versorgung im Landkreis einsetzen solle.

Strategie entwickeln

 Außerdem solle der Ausschuss zusammen mit Telekommunikations-Unternehmen eine „Strategie“ entwickeln mit dem Ziel, dass überall im Kreis eine „angemessene Mobilfunkversorgung“ gewährleistet sei. Dazu müssten die Konzerne über ihre Schatten springen, sagte Andreas Schaake (SPD). Dass der ein oder andere Netzbetreiber in Waldeck-Frankenberg „sehr rudimentär unterwegs“ sei, sagte Jürgen Frömmrich (Grüne). Gerade im Hinblick auf den Tourismus müsse sich etwas tun, denn Besucher würden Hotels, Routen und öffentlichen Nahverkehr mittels Handy suchen. 

Trotz der positiven Entscheidung im Gremium: Dass weder das Land noch der Landkreis eine rechtliche Handhabe gegenüber den Mobilfunkbetreibern haben, wurde durch eine Kleine Anfrage von Landtagsabgeordneter und Kreistagsmitglied Dr. Daniela Sommer deutlich. Sie hatte bereits vor einigen Monaten Antworten im Landtag eingefordert. Die Regierung in Wiesbaden hatte in der schriftlichen Antwort an Sommer außerdem darauf hingewiesen, dass ihr keine Angaben zu „weißen Flecken“ in Hessen vorliegen.

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