Polizei und Sicherheitsdienste hatten viel zu tun

Beleidigungen, Übergriffe, Rangeleien beim Arolser Viehmarkt

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Hohe Polizeipräsenz auf dem Festgelände: Aus ganz Nordhessen wurden Polizeibeamte zum Dienst in Bad Arolsen eingeteilt.

Bad Arolsen. Wenn die Sonne über dem Königsbergsberg versinkt und der Alkoholpegel steigt, dann wandelt sich das größte Volksfest des Waldecker Landes vom Familienfest zum Treffpunkt von Halbstarken und gewaltbereiten jungen Männern. Die Polizei und der private Sicherheitsdienst hatten vier Tage und Nächte lang eine Menge zu tun, um Streitigkeiten zu schlichten, Schläger zu trennen und schlimmere Straftaten zu verhindern.

Dennoch kam es vor allem in den frühen Morgenstunden und rings um die Reithalle und vor dem Bayernzelt zu mehreren Rangeleien.

Die angetrunkenen Randalierer schreckten oft nicht davor zurück, die martialisch ausgerüsteten Streifen der Bereitschaftspolizei anzupöbeln. „Wir hatten manchmal den Eindruck, die Jungs wollten in die Zelle gesteckt werden“, berichtete ein Beamter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte.

Polizeisprecher Dirk Virnich bestätigte gestern im Gespräch mit unserer Zeitung einzelne Fälle von Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte. Zwei sexuelle Übergriffe wurden angezeigt. Es kam jedoch nicht zum Äußersten. Die Beamten ermitteln noch die genauen Umstände. Sorge bereitete der Polizei auch die Sicherheit der Besucher auf dem Weg zum Festplatz. Die Landauer Straße war im Bereich der alten Finnenbahn auf beiden Seiten zugeparkt. Fußgänger waren auf der Fahrbahn unterwegs.

Dennoch hielten es einige Autofahrer nicht für nötig, den amtlich ausgewiesenen Geschwindigkeitstrichter von 70, 50, 30 Stundenkilometern zu beachten. Deshalb gab es hier Geschwindigkeitskontrollen. In der Nacht zu Freitag fiel der Polizei ein Autofahrer wegen seiner unsicheren Fahrweise auf, als er den Parkplatz an der Steinmetzstraße verließ. Der 53-Jährige musste nach einem Alkoholtest seinen Führerschein abgeben.

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