Ehrenamtliche Sterbebegleitung ist vor allem Sache von Frauen

Hospiz: Bereitschaft zur Mitarbeit ist im Landkreis vorhanden

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Waldeck-Frankenberg. Viele Menschen können sich nur schwer mit dem Lebensende auseinandersetzen. Dennoch schaffen es die Hospizvereine in Waldeck-Frankenberg immer wieder, ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden. 

Sterbende bis zum Tod begleiten, das ist für Angehörige und Freunde eine nicht immer zu leistende Aufgabe. Hier gibt es Unterstützung durch die Hospizvereine - und die schaffen es trotz des schwierige Themas immer wieder, neue ehrenamtliche Mitarbeiter zu finden.  Das ergab eine Nachfrage unserer Zeitung bei zwei heimischen Hospizvereinen.

 „In der mittlerweile 20-jährigen Geschichte unseres Vereins haben wir gerade den neunten Kurs zur Ausbildung von Palliativbegleitern beendet“, berichtet Christine Bernhardt-Engemann vom Ambulanten Hospiz in Korbach.

„Zwischen acht und 14 Personen nehmen nach ihrer Auskunft alle zwei Jahre an Kursen teil. „Natürlich kommt es vor, dass Teilnehmer abbrechen oder sich nach der Absolvierung doch nicht in der Lage fühlen, ehrenamtlich in der Palliativbegleitung zu arbeiten“, sagt Christine Bernhardt-Engemann. Dennoch sei man mit der Resonanz zufrieden, freue sich aber stets über weitere Ehrenamtliche.

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Das Altersspektrum der Kursteilnehmer liege zwischen 20 und 80 Jahren, 90 Prozent seien Frauen. Aufgeteilt seien die Kurse in einen Theorie-Teil, eine Praktikumsphase und Exkursionen zum Museum für Sepulkralkultur und zum Krematorium nach Rhoden.

Auch das ambulante Hospiz in Frankenberg besteht seit 20 Jahren. Mittlerweile sind dort 14 Menschen ehrenamtlich in der Palliativbegleitung tätig. Jedes Jahr gibt es nach Auskunft von Gudrun Sasse vom Hospiz mindestens eine neue Person, die sich durch einen Kurs bei den Maltesern in Marburg die Qualifikation aneignet. „So schaffen wir es, unsere Zahl an Ehrenamtlichen zu halten.“ Die Palliativbegleiter seien in Krankenhäusern, Altenheimen und im stationären Hospiz in Frankenberg eingesetzt. 

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