Weiterer Schwerpunkt an den Beruflichen Schulen

Bald auch Erziehungswissenschaften am Beruflichen Gymnasium in Korbach und Bad Arolsen

Berufliche Schulen Korbach und Bad Arolsen Standort Korbach Kasseler Straße Umbau
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Die Beruflichen Schulen in Korbach

Die größte Schule im Landkreis wächst: Bald soll es an den Beruflichen Schulen Korbach und Bad Arolsen mit Erziehungswissenschaften einen weiteren Schwerpunkt am Beruflichen Gymnasium geben.

Der Kreistag hat bereits zugestimmt, das letzte Wort hat jedoch der Kultusminister. Genehmigt er den Antrag, könnte der neue Schulzweig bereits nach den Sommerferien kommen.

Eine der wichtigsten Fragen für das Kultusministerium sei bei solchen Entscheidungen, ob das bisherige Personal dafür ausreicht. An den Beruflichen Schulen reicht es aus, sagt Schulleiter Uwe Schönrock. Es gebe Lehrkräfte, die die Beschulung übernehmen könnten und daran auch Interesse hätten, so Schönrock.

Die Nachfrage ist groß

Bei der Entscheidung des Kultusministers wird auch eine Rolle spielen, dass keine andere Schule im Umkreis den Schwerpunkt Erziehungswissenschaft am Beruflichen Gymnasium anbietet, sagt der Schulleiter. Unter anderem gibt es das Angebot an einer Schule in Kassel, in Gießen und in Alsfeld.

Das Interesse bei den Schülern sei groß. Schulversuche vor einigen Jahren hätten gezeigt, dass die Nachfrage nach Erziehungswissenschaften groß ist. Daran hatten die Beruflichen Schulen zwar nicht teilgenommen. Doch Umfragen unter Schülern der Fachoberschule und des Beruflichen Gymnasiums hätten bestätigt, dass die Nachfrage da ist.

Schülerzahlen stabil halten

Bislang gibt es drei Schwerpunkte am Beruflichen Gymnasium, Erziehungswissenschaften soll Nummer vier werden. „Dabei denken wir auch an den langfristigen Erhalt des Schulstandorts“, sagt Schönrock. Man wolle die Schülerzahlen stabil halten, dafür müsse man als Schule attraktiv bleiben.

Uwe Schönrock Leiter der Beruflichen Schulen

Kommt aus Wiesbaden noch im Februar grünes Licht, wird der neue Schulzweig bereits nach den Sommerferien angeboten, ansonsten ab dem Schuljahr 2021, sagt Schönrock.

Einzügig wird der Start sein, zwischen 25 und maximal 30 Schülern können dann im neuen Zweig unterrichtet werden. Der Großteil der Fächer entspricht dabei denen des regulären Gymnasialunterrichts, gut ein Drittel machen die Schwerpunkte jeweils aus. 

Bisher drei Fachrichtungen

Bisher gibt es am Beruflichen Gymnasium drei Fachrichtungen, zwischen denen die Schüler wählen können: Wirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie berufliche Informatik. Ergänzend zum regulären Unterricht gibt es entsprechende Leistungskurse. Drei Jahre dauert die Schulform, die abgeschlossen wird mit dem Abitur. Erleichtert werden soll damit der Zugang zum Studium, auch die Chancen am Arbeitsmarkt sollen verbessert werden.

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