Kosten für Bauprojekt liegen bei 26,9 Millionen Euro 

Berufliche Schulen Korbach: Sanierung ab Sommerferien, Neubau für Klosterstraße

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Ausgeräumt: Der frühere Verwaltungsbereich ist bereits geräumt, einige Wände bereits ausgerissen. Unser Bild zeigt (von links) stellv. Schulleiterin Christiane Becker-Golinski, Schulleiter Uwe Schönrock, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Ersten Kreisbeigeordneten Karl-Friedrich Frese. 

Korbach. Der erste Schritt auf dem Weg zur grundlegenden Sanierung der Beruflichen Schulen an der Kasseler Straße in Korbach ist gemacht: Die Verwaltung ist umgezogen. In den Sommerferien rollen dann die ersten Bagger. Bis 2026 soll das umfangreiche Bauprojekt abgeschlossen sein.

„Es hat lange gedauert, bis wir an diesem Punkt angekommen sind, aber jetzt geht es zeitnah richtig los“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat bei einem Besuch in der Schule. Die europaweiten Ausschreibungen seien auf dem Weg, sagte Oswald Staub vom Fachdienst Gebäudewirtschaft des Landkreises. In den Sommerferien sollen Verwaltung und ein Teil der darüberliegenden Klassen bis auf die tragende Konstruktion entfernt werden. Dieser erste von sechs Bauabschnitten soll Ende 2019 abgeschlossen sein.

Weiter gebaut wird in den nächsten Jahren parallel zum Schulbetrieb. Mit der benachbarten Alten Landesschule und der Kreishandwerkerschaft wurden bereits Vereinbarungen getroffen, dass Schulklassen dorthin ausweichen können, auch am Berufsschulstandort Bad Arolsen könnten Klassen aus Korbach unterrichtet werden. Container seien erst einmal hinten angestellt, sagte Kubat. „Es wäre uns lieb, wenn wir sie gar nicht brauchen würden.“

Die aufwendige Sanierung beinhaltet auch ein neues pädagogisches Konzept. Individualisiertes und selbst organisiertes Lernen stehen dabei im Mittelpunkt, sagt Schulleiter Uwe Schönrock. Das heißt: Frontalunterricht – der Lehrer steht vorn, die Schüler hören zu – soll es nicht mehr geben. In den Klassenzimmern, die dann Lernwelten heißen, arbeiten die Schüler zwar mit dem Lehrer, aber ebenso auf dem angrenzenden Flur. Türen wird es nicht mehr geben, dafür aber Glaswände. Auf den Fluren, die in die Lernwelten übergehen, sind eigene Arbeitsbereiche. Auch in einer Mediathek sollen die Schüler künftig selbstständig arbeiten.

26,9 Millionen Euro soll die Sanierung kosten, sagte Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese. Möglicherweise liege man sogar etwas darunter. Sichergestellt werde die Finanzierung auch durch das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) des Landes. Daraus sollen 13 Mio. für die Sanierung bereitgestellt werden.

Hinzu kommen zu dieser Summe noch die Kosten für einen Ersatzneubau für den Standort Klosterstraße. Das bisher genutzte Gebäude soll aufgegeben werden, interessierte Investoren gebe es bereits. Der Neubau soll „schnellstmöglich“ an der Kasseler Straße entstehen. Mehr Details wollte Kubat nicht preisgeben. Der Standort in Bad Arolsen werde auch weiterhin gebraucht und werde nicht infrage gestellt, betonte der Landrat.

Dass in den kommenden Jahren während des Baus Einschränkungen zu erwarten seien, sagte Uwe Schönrock. „Aber es ist sehr schön, was uns danach erwartet.“

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