Waldeck-Frankenberg

Der beste Juni-Wert seit 1998

- Waldeck-Frankenberg (tk). Erneut ist die Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg zurückgegangen. Im abgelaufenen Monat sank die Quote auf 4,8 Prozent und damit auf den niedrigsten Juni-Wert seit 1998.

4082 Personen sind momentan als Arbeitslose registriert. Das entspricht nach Angaben von Cornelia Harberg, Sprecherin der Korbacher Agentur für Arbeit, einem leichten Rückgang von 47 Personen gegenüber dem Vormonat. Der Vergleich mit Juni 2010 fällt aber umso deutlicher aus. Vor einem Jahr verzeichnete die Agentur noch 691 Arbeitslose mehr. Mit 14,5 Prozent Minus liegt Waldeck-Frankenberg damit im hessenweiten Vergleich der Agenturbezirke weit vorne. Einzig in Bad Hersfeld sank die Zahl der Arbeitslosen noch etwas stärker.

Wenige Tage nach Ferienbeginn haben „saisonübliche Gründe“ allerdings dafür gesorgt, dass die Gruppe arbeitsloser Jugendlicher ab 15 Jahren kräftig angewachsen ist. Den Anstieg um knapp 18 Prozent führt die Agentur auf die mehrmonatige „Pause“ zurück, die zwischen Schulabschluss und Ausbildungs- oder Studienbeginn eintritt. In dieser Phase melden sich viele junge Erwachsene vorübergehend arbeitslos.

Wirtschaftlicher Aufschwung und demografischer Wandel beeinflussen weiterhin den Lehrstellenmarkt. 1237 betriebliche Ausbildungsplätze wurden der Arbeitsagentur seit Beginn des Berichtsjahres 2010/2011 gemeldet. Das sind 166 oder 15,5 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Dem gegenüber stehen 1204 gemeldete Bewerber, 47 oder 3,8 Prozent weniger als im Juni 2010. Aktuell gibt es 467 unversorgte Bewerber. Unbesetzt sind derzeit 444 Lehrstellen, 100 mehr als vor einem Jahr, erläutert Cornelia Harberg.

Ebenfalls auf „erfreuliche Entwicklungen“ verweist Reinhold Lohmar, Geschäftsführer des Jobcenters Waldeck-Frankenberg. Die Zahl älterer Langzeitarbeitsloser zwischen 50 und 65 Jahren ist der Statistik zufolge im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent gesunken. Insgesamt betreut das Jobcenter aktuell 2566 Personen, fast 500 weniger als im Jahr zuvor.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 1.Juli

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