Im ersten Halbjahr 2015 2,7 Prozent mehr Gästeankünfte und 2,1 Prozent mehr Übernachtungen im Kreis

Besuchertrend geht aufwärts

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Die Gästebetten im Landkreis (Symbolbild) haben im ersten Halbjahr mehr Besucher beherbergt als im Vorjahreszeitraum.Foto: Oliver Berg/dpa

Waldeck-Frankenberg - Leichte Anstiege in den touristischen Zentren, viel Bewegung im Rest des Kreises: Von Januar bis Juni hat der Landkreis mehr Gäste als im ersten Halbjahr 2014 empfangen, teilt der Touristik Service Waldeck-Ederbergland mit.

Ob Hotel oder Campingplatz: 378829 Gäste sind im ersten Halbjahr 2015 in Waldeck-Frankenberger Betrieben mit zehn oder mehr Betten angekommen - kleinere Gaststätten gehen nicht in die Statistik ein, welche der Touristik Service Waldeck-Ederbergland vermeldet hat. Die Zahl der Gästeankünfte bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen Anstieg um 2,7 Prozent; die der Übernachtungen ist um 2,1 Prozent auf 1506355 gestiegen.

Zuwächse und Rückgänge

Der kräftigsten Zuwachs bei den Gästeankünften verzeichnete Lichtenfels mit 26,8 Prozent. Battenberg, Diemelsee und Frankenberg begrüßten 12,5, elf und 10,1 Prozent mehr Besucher. Die meisten anderen Kommunen hatten etwas mehr Gäste als im Vorjahr, lediglich Bad Arolsen, Diemelstadt (jeweils -2,8 Prozent), Edertal (-8,7 Prozent) und Frankenau (-22,2 Prozent) verloren Besucher.

Die größten Prozentzuwächse bei den Übernachtungen gab es in Frankenberg (16,8), Diemelsee (13,9), Waldeck (13), Korbach (10,8) und Battenberg (9,9). Nennenswert sanken die Werte für Edertal (-3,5 Prozent), Bad Arolsen (-4,2 Prozent), Diemelstadt (-10,2 Prozent) und Frankenau (-18,6 Prozent).

Moderate Zuwächse gibt es in den beiden Kommunen, die zusammen mehr als die Hälfte der Gästeankünfte und Übernachtungen verzeichnen: Willingen und Bad Wildungen. Die meisten Gäste begrüßte das Upland mit 181844 (+4,1 Prozent) vor der Badestadt mit 60836 (+0,6 Prozent), bei den Übernachtungen verhält es sich andersrum: Bad Wildungen liegt mit 686505 (+1,1 Prozent) vor Willingen mit 486161 (+3,7 Prozent). Als Kurort liegt Bad Wildungen bei der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer mit 11,3 Tagen einsam an der Spitze, alle anderen Kommunen liegen unter dem Kreisschnitt von vier Tagen.

Lediglich in März und Juni kamen weniger Gäste an als im Vorjahr. Bei den Übernachtungen sind März, April und Juni schlechter verlaufen. Der Touristik Service Waldeck-Ederbergland führt dies vor allem auf die Zeitpunkte von deutschen wie niederländischen Ferien und Feiertagen zurück.

Gute Signal für nahe Zukunft

Die Signale für Juli und August deuten laut Touristik Service auf eine sehr gute Belegung hin. Rückmeldungen aus vielen kleineren Betrieben wie Ferienwohnungen würden zumindest rund um den Edersee auf eine bisher gute Sommersaison hinweisen. Es gab auch viele Tagestouristen. Wenn das Wetter weiter mitspiele, werde es bei einem Plus von zwei bis drei Prozent bleiben.

Die positive Entwicklung gilt für die gesamte „Grimmheimat Nordhessen“, die 3,2 Prozent mehr Gästeankünfte und 2,5 Prozent mehr Übernachtungen verbuchte. Hessenweit liegen die Anstiege sogar bei 5,7 beziehungsweise 4,5 Prozent. Besonders auf Landesebene lassen sich die im Vergleich zum Kreis höheren Werte auf die starke Entwicklung in den Großstädten zurückführen, erklärt Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer des Toursitik-Service Waldeck-Ederbergland.(r/wf)

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