Informationsmesse „Karriere in Waldeck-Frankenberg“

Betriebe auf der Suche nach Fachleuten

+
Alexander Herliz (links) besucht derzeit die Hans-Viessmann-Schule. Marius Klein informiert über die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Firma Hettich.

Waldeck-Frankenberg - Welcher Beruf ist der richtige oder soll es doch ein Vollzeitstudium sein? Die Schüler stehen vor vielen offenen Fragen. Die Agentur für Arbeit hilft mit einer Informationsveranstaltung über die Karrieremöglichkeiten in der Region.

„Die Landflucht bekämpfen“, das ist das Ziel der Informationsmesse „Karriere in Waldeck-Frankenberg“. Bereits zum dritten Mal findet die Messe, die von der Agentur für Arbeit organisiert wird, statt. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und den immer größer werdenden Bedarf an Fachkräften setzten sich die Agentur für Arbeit und die regionalen Betriebe das Ziel, die Schüler, die in den Beruf starten, in der Region zu halten. Die Veranstaltung richtet sich an Schüler, die im Jahr 2015 ihre Abitur- oder Fachabiturprüfung ablegen.

Unzureichend informiert

Häufig seien die Schüler bei den Beratungsgesprächen über die beruflichen Möglichkeiten, die sich in der Region bieten, unzureichend informiert, sagt die Berufsberaterin für Abiturienten, Heike Fleischmann. Daher soll eine solche Messe diese Informationslücke schließen. Die Bandbreite an Unternehmen, die sich auf der Messe präsentieren, ist dabei ganz unterschiedlich. Die Polizei, das Finanzamt, aber auch regionale Industriebetriebe wie Osborn oder Hettich informierten die Schüler der Edertal- und der Hans-Viessmann-Schule über die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten. Insgesamt 18 Aussteller präsentierten sich gestern in der Frankenberger Kulturhalle.

Neben den klassischen Ausbildungberufen bieten immer mehr Arbeitgeber auch duale Studiengänge an. Diese erlebten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 13 Prozent. Immer neue Studiengänge, wie das Bachelorstudium im Bereich Biotechnologie, kämen hinzu, sagt Fleischmann.

Einkommen und Sicherheit

Der Vorteil eines dualen Studiums liege darin, dass neben einem geregeltem Einkommen auch ein sicherer Arbeitsplatz geboten werde. „Dafür ist ein duales Studium enger getaktet“, erklärt Fleischmann die Vor- und Nachteile. Die Betreuung der Studenten sei intensiver als in einem Vollzeitstudium. Durch die intensivere Betreuung ist auch die Durchfallquote geringer. Dass während eines dualen Studiums auch ein Aufenthalt im Ausland angestrebt werden kann, wissen ebenfalls wenige Schüler, berichtet Fleischmann. Die Auswahlkriterien setzten sich die Anbieter des dualen Studiums dabei selber. Allerdings würden die Unternehmen in ihren Auswahlverfahren bereits auf die sogenannten Soft Skills, die sozialen Fähigkeiten, achten.

Der zweite Teil der Informationsveranstaltung findet am Dienstag von 8 Uhr bis 14.30 Uhr in der Sporthalle der Beruflichen Schulen Korbach statt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare