Kripo ermittelt wegen falscher Inkasso-Schreiben

Betrüger wollen abkassieren

Waldeck-Frankenberg - Mit einer ganzen Welle von betrügerischen Inkassoschreiben versuchen zurzeit Abzocker Kasse zu machen. Einige dieser Fälle werden bei der Korbacher Kriminalpolizei bearbeitet.

Die mutmaßlichen Hintermänner dieser Betrugsmasche sind in Bulgarien zu suchen. Sie setzten Inkassoschreiben unter Verwendung verschiedener Firmennamen auf. Immer wiederkehrend sind Scheinfirmen mit den Namen „Zentral Forderung Management“, „Euro Inkasso“, „Gross Forderungsmanagement“ oder „Inter Claims Management“. Einige dieser betrügerischen Schreiben sind bereits an den Schreibfehlern zu erkennen. Diese resultieren vermutlich durch die fehlerhafte Übersetzung eines Übersetzungsprogrammes. Andere dieser „Mahnschreiben“ weisen allerdings keine Schreibfehler auf. Es werden offen stehende Rechnungen in zwei- bis dreistelliger Höhe angemahnt, ohne aber Bezug auf die Rechnungshintergründe und den eigentlichen Gläubiger zu nehmen. Den Mahnschreiben sind meist vorgefertigte Überweisungsträger beigefügt. Die IBAN-Nr. weist auf die Spur der Betrüger nach Bulgarien, denn sie beginnt mit „BG....“ Die Abzocker nutzen für ihre betrügerischen Absichten deutsche Dienstleister. Sie lassen vorgefertigte Schreiben dort falten, kuvertieren und versenden. Die Korbacher Kripo hat ermittelt, dass allein von einem Dienstleister in Südhessen in den letzten drei Monaten 11  550 solcher Schreiben versandt wurden.Die Polizei rät: Sollten sie solch ein Scheiben bekommen haben, leisten Sie keine Zahlungen und ignorieren es einfach. Sollten Sie eine Zahlung geleistet haben, wenden Sie sich an Ihre zuständige Polizeistation. (r)

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