12 000 Schuss Munition

Beute aus Einbruch in Bundeswehr-Anlage

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Von der Marburger Polizei sichergestellte Waffen.

Burgwald/Marburg - Fast 12000 Schuss Munition, zwei unbrauchbar gemachte Maschinengewehre vom Typ G3, eine durchgeladene Schreckschusswaffe, eine Schussweste, Betäubungsmittel und ein Handkarren voller Schweißutensilien und Arbeitsmaschinen: Das ist die Bilanz von vier Durchsuchungen in Cölbe, Stadtallendorf, Caldern und Marburg am Montag.

Die Kripo nahm drei Tatverdächtige vorübergehend fest, setzte sie wegen fehlender Haftgründe später aber wieder frei. Dabei handelt es sich um einen 26-jährigen Mann aus Cölbe, eine 22-jährige Frau aus Lollar und einen 29-Jährigen aus Stadtallendorf. Ein vierter Mann, ein 27-Jähriger aus Marburg, befindet sich wegen anderer Taten bereits in Untersuchungshaft, ein 33-jähriger Marburger steht unter dem Verdacht der Hehlerei.

Die Verdächtigen sollen gemeinsam oder in verschiedenen Zusammensetzungen Einbrüche in diverse Objekte begangen haben. Das Fachkommissariat für besondere Ermittlungs- und Fahndungsaufgaben hat Teile der sichergestellten Beute bereits verschiedenen Einbrüchen zugeordnet, darunter einem auf dem Schießplatz der Bundeswehr in Burgwald. Hinzu kommen ein Einbruch in ein Schützenhaus in Cölbe im Dezember 2013, zwei Einbrüche in Stadtallendorf und Kellereinbrüche, die sich seit August 2013 hauptsächlich im Marburger Stadtgebiet gehäuft hatten. Die Sicherstellung von mutmaßlichem Diebesgut in seiner Wohnung bestätigte den Verdacht der Ermittler, dass der 33-jährige Marburger zumindest als Hehler beteiligt ist. Alle fünf Verdächtigen waren laut Polizei polizeibekannt.

Die Ermittlungen dauern noch an. Es ist nach Polizeiangaben durchaus denkbar, dass die Tatverdächtigen noch für weitere bislang ungeklärte Einbrüche infrage kommen. Die Marburger Polizei bittet deshalb weiterhin um Hinweise unter Telefon 06421/4060.

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