Waldeck-Frankenberg

Bienen mit Blüten Nahrung bieten

- Waldeck-Frankenberg (nv). Bienen sind nützlich – nicht nur für Honigliebhaber und Landwirte, sondern für alle Naturfreunde. Imker, Landwirte und Landkreis informieren mit einem Faltblatt über die hohe Bedeutung der Insekten und geben Tipps zur Förderung der fleißigen Flieger.

Rund 80 Prozent der heimischen Pflanzen sind nach Angaben der Experten auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Bienen dienen damit sowohl der Honigproduktion als auch der Volkswirtschaft. „Wenn es viele Bienen gibt, erzielen Landwirte höhere Erträge“, erklärt Harald Rösler vom Fachdienst Landwirtschaft des Landkreises bei der Vorstellung des Faltblatts „Wal­deck-Frankenberg blüht auf“ am Donnerstag in Korbach. Die Erträge vieler Nutzpflanzen, zum Beispiel des Raps’’, würden ohne Bestäubung durch Insekten um 30 bis 50 Prozent sinken, erklären die Fachleute. „Wir haben zu den heimischen Imkern daher ein vernünftiges Verhältnis“, betont Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg.

Für alle Beteiligten ist die Broschüre ein guter Weg, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Dies ist wichtiger denn je, denn die Veränderung der Landschaft durch immer intensivere Landwirtschaft, Ausbau der Infrastruktur und „Ordnungsdenken bei Kommunen, Gärtnern und Hausgartenbesitzern“ führt zu einer Nahrungsverknappung für die rund 3200 Bienenvölker der 470 heimischen Imker. Kultur- und Wildpflanzen für Bienen und andere Insekten fehlen vor allem im Sommer. „Hinzu kommen Probleme mit Milben und Spritzmitteln“, betont Landrat Dr. Reinhard Kubat, selbst Biologe.

Der Arbeitskreis, zu dem Vertreter der Kreisimkervereine Waldeck und Frankenberg, des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (Beratungsstelle Korbach) sowie des Landkreises gehören, fordert zur Förderung der Tiere:l Aussäen von Blühmischungen im Garten: „Auch kleine Ecken im Hausgarten schaffen eine Nahrungsgrundlage“, erklärt Axel Friese, Leiter des Fachdienstes Landwirtschaft. Blühende Staudenbeete sowie heimische Sträucher und Obstbäume sollen den Garten zieren.

Kontakt: www.Landwirtschaft-Waldeck-Frankenberg.de.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 20. Mai

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