Speedmarathon in Waldeck-Frankenberg

Blitzer-Bilanz: Nur 195 waren zu schnell

Kontrolle an der Edersee-Randstraße bei Nieder-Werbe: Polizeioberkommissar Wolfgang Kloppich kontrolliert den Verkehr mit der Laserpistole.

Korbach. Beim „Speedmarathon“ hat die Polizei am Mittwoch Jagd auf Temposünder gemacht – auch in Waldeck-Frankenberg. Unterstützt von Beamten der Bereitschaftspolizei waren insgesamt 28 Polizisten an 18 Kontrollstellen im Einsatz. Sie zählten insgesamt 195 Geschwindigkeitsverstöße.

Im Vergleich zu nicht angekündigten Kontrollen gingen den Beamten bis zu einem Drittel weniger Raser ins Netz. Das wertete Arnfried Schlömer vom Verkehrsdienst als vollen Erfolg. „Die Zielsetzung der Kampagne ist erreicht, das Thema Geschwindigkeit ist in den Fokus gestellt worden und die Verkehrsteilnehmer sind viel bewusster gefahren, als an sonstigen Tagen“.

Offenbar hatten sich viele Verkehrsteilnehmer auf den „Speedmarathon“ eingestellt. Trotzdem gab es ein paar Ausreißer: Auf der Korbacher Ortsumgehungsstraße ging den Beamten ein Audifahrer ins Netz, der mit 133 Stundenkilometern bei erlaubten Tempo 100 deutlich zu schnell war. Allein deshalb muss der 29-jährige Fahrzeugführer mit einem Bußgeld von 120 Euro und einem Punkt in der Flensburger Kartei rechnen. Aber damit nicht genug: Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann gar nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist.

Die größte Geschwindigkeitsüberschreitung haben die Polizisten an der Bundesstraße 253 am Abzweig nach Reinhardshausen gemessen. Statt der erlaubten 70 Stundenkilometern fuhr hier ein Autofahrer mit 127 Sachen durch die Kontrolle – damit war er 57 Stundenkilometer zu schnell. Er muss nun mit einem Bußgeld von 240 Euro, zwei Punkten und einem Fahrverbot von einem Monat rechnen.

Mit der Laserpistole erwischt

Im Oberen Edertal haben die Beamten mit der Laserpistole einen jungen Mann mit seinem Roller erfasst: Er hatte 60 Stundenkilometer drauf. Bei der Kontrolle stellte sich dann heraus, dass der Roller durch technische Veränderungen getunt worden war und zudem auch keine Haftpflichtversicherung für das Jahr 2018 vorlag. Da der Jugendliche nur eine Mofaprüfbescheinigung vorlegen konnte, erwartet ihn auch noch ein Verfahren wegen „Fahrens ohne Fahrerlaubnis“.

Bei einer Kontrollstelle in Haina-Mohnhausen waren zwei Autofahrer ebenfalls deutlich zu schnell. Statt der erlaubten 50 Stundenkilomtern wurden sie mit 87 und 89 Sachen gemessen. Beide erwartet nun ein Bußgeld von jeweils 160 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein Fahrverbot von einem Monat.

Keine Raser am Edersee

Trotz dieser Negativbeispiele gab es laut Polizeisprecher Volker König auch sehr viele positive Beispiele. So registrierten die Beamten bei einer Kontrollstelle an der Ederseerandstraße nicht eine einzige Geschwindigkeitsüberschreitung.

Der Speed-Marathon habe aber auch gezeigt, dass Geschwindigkeitskontrollen notwendig seien um der Unfallursache „nicht angepasste Geschwindigkeit“ Herr zu werden, sagte Arnfried Schlömer, der deshalb auch weitere Geschwindigkeitskontrollen zu allen Tages- und Nachtzeiten ankündigte. (r)

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