In zwei Wochen läuft Amnestie-Regelung aus

Bislang 35 illegale Waffen in Waldeck-Frankenberg abgegeben

Waldeck-Frankenberg. Noch zwei Wochen Zeit haben die Waldeck-Frankenberger, um Waffen und Munition, die sie unerlaubt besitzen, straffrei abzugeben. Dann läuft die aktuelle Amnestie-Regelung aus, die seit Juli vergangenen Jahres gilt.

Bisher sind im Kreis 35 illegale Waffen abgegeben worden, teilt der Landkreis auf WLZ-Nachfrage mit. Dabei handele es sich um erlaubnispflichtige Kurz- und Langwaffen wie Pistolen, Revolver, Büchsen und Flinten, erklärt Kreissprecher Hartmut Wecker. Um diese rechtmäßig zu erwerben und zu besitzen, hätten die Abgebenden eine Waffenbesitzkarte gebraucht. Momentan gibt es im Kreis 2730 Inhaber solcher Karten. 

Eine solche wird auf Antrag bei der Waffenbehörde erteilt, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören Volljährigkeit, Zuverlässigkeit und persönliche Eignung, ein Sachkunde-Nachweis und das Bedürfnis für den Besitz, etwa zur Jagd oder zum Sportschießen.

Darüber hinaus wurden 125 Schusswaffen abgegeben, die nicht erlaubnispflichtig sind wie Schreckschusspistolen oder Waffen, deren Eigentümer sie berechtigt besitzen durften. Gründe werden bei der Abgabe nicht erfragt, könnten aber laut Wecker zum Beispiel die Aufgabe des Schießsports oder die Abgabe durch Erben nach Tod eines berechtigten Besitzers sein. Die Abgabe solcher Waffen wird auch nach dem 1. Juli straffrei möglich sein.

Waffen und Munition können bei der zuständigen Polizeidienststelle oder bei der Waffenbehörde abgegeben werden. Verwaltungsintern werden die Waffen anschließend gelistet und es wird geprüft, ob sie im Nationalen Waffenregister eingetragen sind, in der Vergangenheit Gegenstand einer Straftat waren oder als Verlust gemeldet wurden, sagt Wecker. Danach werden die Waffen der Polizei zugeleitet, die in Hessen für die Vernichtung dieser Waffen zuständig ist.

Rubriklistenbild: © Privat/SSv-Hameln

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