Redewendung vom 18. Mai

Blaumachen

- Wenn ein Schüler mal überhaupt keine Lust auf den Vokabeltest hat, dann bleibt ihm nur noch übrig, blauzumachen – den Unterricht zu schwänzen. Da wird auch schon mal ein schlechtes Gewissen in Kauf genommen.

Auch im Ursprung hat die Redewendung mit einem arbeitsfreien Tag zu tun – und zwar mit dem blauen Montag. Eine Erklärung führt zurück auf das Färberwesen. Wolle wurde demnach sonntags mit Färberwaid gefärbt. Erst durch die Oxidation an der Luft färbte sich die Wolle blau. Getrocknet wurde die Wolle montags, sodass die Färber dann nichts zu tun hatten und einen blauen Montag machen konnten. Den blauen Montag gibt es auch in anderen Bereichen. So ist es bei Friseuren oder in der Gastronomie zum Teil bis heute üblich, nach den arbeitsreichen Wochenenden montags geschlossen zu haben. Unbestätigten Gerüchten zufolge haben besonders jene ein schlechtes Gewissen, die blaumachen, weil sie am Tag zuvor blau wa ren. (tt)

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