Waldeck-Frankenberg

Bodenverband feiert 20-jähriges Bestehen

- Vor 20 Jahren als Selbsthilfeorganisation der Landwirtschaft gegründet, ist der Bodenverband Waldeck-Frankenberg heute so wichtig wie noch nie: Ruinöse Preise bedrohen die Existenz der Bauern.

Die Idee des Bodenverbandes ist einfach: Kostensenkung durch gemeinschaftlichen Einsatz von Maschinen. Denn teure Schlepper, Mähdrescher oder Spezialmaschinen sind große Investitionen, die sich nicht jeder Landwirt leisten kann. Mit 25 Landwirten ist der Verband 1989 an den Start gegangen, heute zählt er 1200 Mitglieder. „Der Bodenverband ist heute wichtiger denn je“, sagte Axel Friese, Leiter des Fachdienstes Landwirtschaft beim Landkreis, in seinem Festvortrag bei der Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen im Brennstoff-Logistikzentrum in Goddelsheim.

Der gemeinschaftliche Einsatz von Maschinen sei eine der wenigen verbliebenen Möglichkeiten, auf ruinöse Preise für landwirtschaftliche Produkte zu reagieren. „Mit der derzeitigen Preisgestaltung kann kein Betrieb langfristig wirtschaftlich arbeiten“, so Friese. Durchschnittlich 1,5 Millionen Euro im Jahr hat der Verband in den vergangenen 20 Jahren investiert. „Überwiegend ist das Geld in heimische Betriebe geflossen.“

Für ihre Verdienste um den Verband wurden Axel Friese, Fritz Schäfer, Heinrich Heidel und Walter Schweinsberg geehrt. Eine Auszeichnung gab es auch für Vorsitzenden Walter Dersch. Er sei der Motor des Verbandes, so sein Stellvertreter Heinz Brühmann. (lb)

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