Waldeck-Frankenberg

Böller in der Altstadt verboten

- Waldeck-Frankenberg (resa). Über 100 Millionen Euro geben die Deutschen im Jahr für Böller aus: Am Dienstag fällt auch in Waldeck-Frankenberg der Startschuss für den Verkauf.

Neue Regeln und alte Warnungen: Pünktlich zum Start des Böller-Verkaufs weist das Regierungspräsidium Kassel auf Gesetzesänderungen hin. „Aus Gründen des Brandschutzes ist es in diesem Jahr zum ersten Mal verboten, pyrotechnische Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Reet- und Fachwerkhäusern abzubrennen“, erklärt Pressesprecher Michael Conrad. Damit sind Silvesterraketen auch für die Altstädte Wal­deck-Frankenbergs tabu. „Ordnungswidrigkeiten können mit einer Geldbuße geahndet werden“, erklärt Conrad. Auch das Zünden von Feuerwerksraketen in der Nähe von Kirchen, Krankenhäusern und Altenheimen bleibt verboten. Die Einzelhändler in Waldeck-Frankenberg stellen sich dennoch auf einen Ansturm ein – nur bis Donnerstagabend liegen die Feuerwerkskörper in den Supermarktregalen, danach ist der Verkauf wieder verboten. Ülije Hoxha und Erika Pilsner vom Rewe-Markt in Korbach haben unzählige Varianten der Silvesterböller bereits im Laden aufgebaut. Hier kann sich der Kunde darauf verlassen, dass die Böller geprüft sind. „Bei Produkten, die auf der Straße oder auf Flohmärkten verkauft werden, ist Vorsicht geboten“, sagt Conrad. Oft seien die Böller nicht geprüft und damit sehr gefährlich. Wer sicher gehen will, sollte einen Blick auf das Zulassungszeichen werfen (BAM-P I/II). Auch europaweite CE-Kennzeichnungen sind möglich. In diesem Jahr erhielten 146 Feuerwerkskörper die Zulassung, 56 wurden abgelehnt und 45 Zulassungen widerrufen. „Auch selbst gebaute Böller und Experimente mit explosiven Stoffen sind eine große Gefahrenquelle“, warnt Michael Conrad.Am Silvesterabend werden in Deutschland dann wohl rund 40 100 Tonnen Böller in die Luft gehen.

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