Großeinsatz der Feuerwehr am Samstag in Rengershausen

Brand in einem Anbau mit Ferienwohnungen nach zwei Stunden unter Kontrolle

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Frankenberg-Rengershausen - Zu einem Großeinsatz rückten in der Nacht auf Samstag mehr als 70 Feuerwehrleute zu einem Anwesen in der Braunshäuser Straße in Rengershausen aus: In einem Anbau mit drei Ferienwohnungen war unter dem Dach ein Feuer ausgebrochen. Nach etwa zwei Stunden war der Brand unter Kontrolle. Der Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehr als 100.000 Euro.

Nach Angaben der Frankenberger Polizei wohnten in dem Anbau "Personen in Betreuung". Zwei 62 Jahre alte Männer hielten sich in der unteren Wohnung auf. Als einer von ihnen zur Toilette wollte, bemerkte er Qualm und alarmierte die Familie im Wohnhaus. Sie rief sofort die Feuerwehr. Die beiden Männer und eine Frau aus einer zweiten Wohnung brachten sich in Sicherheit, ebenso die acht Menschen im Wohnhaus - die Familie des Eigentümers und Bekannte, die zu Besuch waren. Sie kamen zunächst bei Nachbarn unter. Die dritte Wohnung stand leer, die Bewohnerin ist derzeit in Urlaub.

Kurz nach Mitternacht heulte im Dorf die Sirene, die Rengershäuser Wehr rückte mit 15 Aktiven aus. Unter schwerem Atemschutz drangen sie über das Treppenhaus in die stark verrauchte obere Wohnung ein und begannen mit dem Erstangriff. Die Decke sei bereits am Brennen gewesen, berichtete der Wehrführer. Auch die Feuerwehren aus Rengershausen, Wangershausen, Frankenberg und Hallenberg eilten zur Einsatzstelle. Die Leitung übernahm der stellvertretende Frankenberger Stadtbrandinspektor Stefan Stroß.Es war das erste Mal, dass die Wehren der Illerstadt mit ihren Kameraden aus der westfälischenNachbarschaft länderübergreifend zusammengearbeitet haben, das habe gut geklappt, betonte Stroß.

Mehrere Trupps entfernten Verkleidungen, um an die Brandherde unter dem Dach zu kommen, immer wieder loderten dabei Flammen auf. Auch die Drehleiter der Frankenberger wirkte bei den Löscharbeiten mit. Gegen 1.45 Uhr alarmierte Stroß die Kameraden aus Geismar und Rodenbach nach, um eine Reserve für die Atemschutzgeräteträger zu bilden. Aus Korbach rückte der Gerätewagen Atemschutz mit neuen Sauerstofflaschen an. Kurz darauf meldeten die Aktiven im Anbau "Brand unter Kontrolle". Die Nachlöscharbeiten dauerten aber noch an.

Auch die Polizei und der Rettungsdienst waren vor Ort, ein Sanitäter sagte, ein Mensch sei versorgt worden.

Wie die Polizei berichtet, stammt das direkt an der Straße liegende Wohnhaus des Anwesens aus dem Jahr 1902, der dahinter liegende Anbau wurde 1983 errichtet. Die Familie betreibt noch etwas Landwirtschaft. Tiere wurden offenbar nicht in Mitleidenschaft gezogen.

Über die Brandursache liegen noch keine Angaben vor. Beamte der Korbacher Kriminalpolizei haben die Ermittlungen aufgenommen.

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