Auslaufender Diesel entzündet sich

Lkw brennt zwischen Wellen und Bergheim - Video

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Edertal-Wellen - Gegen 18.30 Uhr am frühen Mittwochabend knallte es im Edertal zwischen Anraff, Wellen und Bergheim unüberhörbar. Ursache war das Platzen eines brennenden Lkw-Reifens auf der Landstraße zwischen Wellen und Bergheim.

Ohne Beteiligung weiterer Fahrzeuge, ohne Unfall hatte der kleine Kipper, an den ein flacher Hänger mit einem Kleinbagger darauf angehängt war, kurz nach 18 Uhr plötzlich angefangen zu qualmen. Der Fahrer und sein Freund in einem Begleitfahrzeug hielten auf freier Strecke an und stiegen aus, um zu sehen, was los ist. Bevor sie etwas unternehmen konnten, ging der Qualm rechts hinter dem Führerhaus in Flammen über. Auslaufender Diesel hatte sich entzündet, floss auf den Asphalt und lief nach hinten, wo der rechte Zwillingsreifen ebenfalls Feuer fing und wenig später platzte. Die beiden Männer, die von Kassel auf dem Weg zu einer Baustelle in Giflitz unterwegs waren, konnten nur tatenlos zuschauen, bis die von ihnen alarmierte Feuerwehr zur Stelle war. Wenige Minuten nach der Alarmierung durch die Leitstelle trafen rund 50 Brandschützer aus Anraff, Wellen, Wega, Bergheim/Giflitz und Hemfurth-Edersee unter Leitung des stellvertretenden Gemeindebrandinspektors Friedhelm Wagner am Ort des Geschehens ein. Die meisten von ihnen mussten aber nicht eingreifen, denn ein Trupp Atemschutzgeräteträger hatte die Flammen binnen Sekunden erstickt.

Weitere Angehörige der Einsatzabteilungen hielten den Verkehr zu beiden Seiten des Brandortes auf und lenkten ihn um, während andere Kameraden sich mit Hilfe von Schaufeln und Wasser daran machten, geschmolzenes, auf dem Asphalt erstarrtes Kunststoffmaterial verschiedener Teile des Lastwagens von der Straße zu entfernen. Die Polizei schätzt den entstandenen Schaden an dem Kipper, der abgeschleppt werden musste, auf einige Tausend Euro. Die Beamten gehen von einem technischen Defekt als Brandursache aus. Explosionsgefahr besteht nach Angaben der Feuerwehr in solchen Fällen über ausreichend lange Zeit nicht. Bei Diesel dauere es etwa eine halbe Stunde, bis die Hitze für eine mögliche Explosion groß genug sei und auch bei Benzinfahrzeugen gehe das nicht wesentlich schneller. Fernhalten sollen sich Fahrer und Passanten dennoch vom Ort des Feuers, weil die beim Verbrennen von Kunststoff entstehenden Rauchgase giftig sind. (su)

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