Waldeck-Frankenberg

Brot prüfen mit allen Sinnen

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- Waldeck-Frankenberg (resa). Es muss knuspern, duften, nachgeben und vor allem schmecken: Ein gutes Brot sollte viele Kriterien erfüllen. Bei der freiwilligen Brotprüfung am Donnerstag in Herzhausen nahm Prüfer Michael Isensee rund 70 Produkte aus Waldeck-Frankenberger unter die Lupe.

Konzentriert riecht Michael Isensee an dem Brotlaib, das Bäcker Karl-Friedrich Lamm gerade gebracht hat. Der Prüfer des Instituts für Qualitätssicherung (IQ Back) lässt sich Zeit. „Manchmal entdecke ich schon im Geruch etwas, was nicht stimmt“, sagt der Prüfer, „muffiges Getreide oder zu viel Säuerlichkeit beim Sauerteig“. Das gibt dann Minuspunkte.

Denn jedes Brot und jedes Börtchen tritt an diesem Morgen im Café Raabe in Herzhausen mit 100 Punkten an. „Für alles, was nicht optimal ist, gibt es Punktabzug“, erklärt Isensee. Das kommt bei der Brotprüfung der Bäcker-Innung in Waldeck-Frankenberg in diesem Jahr nur selten vor.

13 von insgesamt 38 Bäckern der Innung bringen am Donnerstag frische Brötchen und einen Tag altes Brot zum Prüfer. „Das ist eine freiwillige Qualitätskontrolle“, erklärt Elke Zarges von der Kreishandwerkerschaft, „die wir jedem Betrieb empfehlen“. Das Ergebnis sei nicht nur wichtig für den Kunden, sondern auch für den Bäcker. „Denn manchmal ist einfach ein Blick von Außen nötig“, weiß Michael Isensee. Konstruktiv will seine Kritik sein und so bekommt jeder Bäcker nach der Prüfung nicht nur die Befunde, sondern auch Verbesserungsvorschläge mit auf den Weg.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 18. Juni.

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