Waldeck-Frankenberg

Bundestagswahl: Sonnenschein lockt zum Wahl-Spaziergang

- Waldeck-Frankenberg (jk/dpa). Für die heutige Bundestagswahl zeichnete sich bundesweit bis Mittag vielfach eine geringere Wahlbeteiligung, auch in Hessen. In Waldeck-Frankenberg ist der Zuspruch bislang indes teils größer als vor vier Jahren. Zudem werden in Frankenberg und Rosenthal auch die Bürgermeister neu gewählt.

Mitten in der Kreisstadt Korbach signalisierten die Wahlhelfer aus zwei Bezirken am Nachmittag eine höhere Wahlbeteiligung als 2005. Bis 14.30 Uhr hatten rund 50 Pozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen abgegeben. Und auch danach lockte das sonnige Wetter schubweise zum Wahl-Spaziergang.

In den beiden heimischen Wahlkreisen 168 (Waldeck) und 171 (Frankenberg/Schwalm-Eder) sind insgesamt knapp 400.000 Wähler aufgerufen. In ganz Hessen sind rund 4,4 Millionen, die über die Zusammensetzung des Bundestags mitbestimmen können. Dabei zeichnete sich in Hessen allerdings eine gewisse Wahlmüdigkeit ab. Nach einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur in mehreren Städten gingen bis 14 Uhr weniger Menschen zur Wahl als vor vier Jahren. Die Beteiligung lag zwischen 17,6 und 28,8 Prozent und damit zum Teil deutlich unter den Werten von 2005. Die Wahllokale sind bis 18 Uhr geöffnet. Gegen 19.15 wird eine erste Hochrechnung der Hessen-Ergebnisse erwartet. Spitzenreiter bei der Wahlbeteiligung in größeren Städten war bis Mittag Wetzlar, wo 28,8 Prozent (2005: 32,3 Prozent) der Wähler ihre Zettel in die Urnen warfen. Die Hanauer Helfer meldeten mittags 28,2 Prozent. Wiesbaden kam auf 27,6 Prozent (29,6 Prozent); Frankfurt auf 24,1 Prozent. Das waren etwa vier Prozentpunkte weniger als bei der vorangegangenen Bundestagswahl. In Kassel machten 22,2 Prozent (25,1 Prozent) der Berechtigten ihre Kreuzchen auf den Stimmzettel. Am deutlichsten sank die Beteiligung in Fulda: Sie betrug 17,6 Prozent, fast sieben Prozentpunkte weniger im Vergleich zu 2005. Nur in Gießen gingen mit 19,8 Prozent (17 Prozent) mehr Menschen in die Wahllokale. Generell zugenommen hat die Zahl der Briefwähler. So zählte Wiesbaden so viele wie nie zuvor. Von den 31000 Anträgen gingen nach Angaben des Wahlleiters allein 4500 über das Internet ein. In Fulda und Gießen lag der Anteil der Briefwähler bei etwa 13 Prozent. Zwölf Parteien mit Landeslisten stellen sich in Hessen den Wählern – von SPD, CDU, FDP und Grünen bis zur neuen Piratenpartei. Außerdem bewerben sich 153 Kandidaten um die Direktmandate in den 21 hessischenWahlkreisen.

Auch in der Bundeshauptstadt Berlin zeichnete sich am Vormittag bei der Wahl zum 17. Bundestag eine niedrigere Wahlbeteiligung als vor vier Jahren ab. Wie der Landeswahlleiter am Sonntag mitteilte, gaben bis 12 Uhr trotz strahlenden Sonnenscheins nur 26,8 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt um 5,4 Prozentpunkte niedriger als bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 (32,2 Prozent). Begleitet von zahlreichen Medienvertretern hatten am Vormittag auch SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier und am Mittag KanzlerinAngela Merkel (CDU) ihre Stimmen abgeben.

Alle Ergebnisse zur Bundestagswahl und den beiden Bürgermeisterwahlen in Frankenberg und Rosenthal gibt es am Abend auf wlz-fz.de

Analysen, Kommentare und weitere Hintergründe – auch zu den beiden Landtagswahlen – gibt es am 28. September in den Zeitungsausgaben von WLZ und FZ.

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