Waldeck-Frankenberg

Burgenland-Ehe in der Krise

- Waldeck-Frankenberg (lb). Hat die Partnerschaft mit dem Burgenland nach der Ära Eichenlaub noch eine Zukunft? Die Mehrheit der WLZ-FZ-Leser will die zarten Bande jedenfalls wieder kappen.

Rund 900 Leser haben in den vergangenen Tagen in einer – nicht repräsentativen – Umfrage unter www.wlz-fz.de ihre Stimme abgegeben. Das Ergebnis ist eindeutig: 72 Prozent sind dafür, dass die Partnerschaft mit dem Burgenland aufgegeben wird, nur 28 Prozent teilen die Vorliebe des Ex-Landrats für den österreichischen Landstrich. Die Abstimmung macht zumindest zwei Dinge deutlich: Zum einen belastet die Dienstreisenaffäre auch das Verhältnis zur Partnerregion. Viele setzen offenbar „Burgenland“ mit „Eichenlaub“ gleich. Zum anderen lässt sich am Ergebnis ablesen, dass auch nach über zehn Jahren die Partnerschaft noch nicht in der Bevölkerung angekommen ist. Dabei hat die Verbindung Tradition: Schon 1966/67 hatte der damalige Kreistag des Landkreises Frankenberg Kontakte zu der österreichischen Region geknüpft. Doch dann kam die Gebietsreform und die Partnerschaft rückte in den Hintergrund. Landrat Helmut Eichenlaub regte schließlich 1999 eine Erneuerung der Partnerschaft an, 2001 wurde der Vertrag unterzeichnet. Vor allem im Bereich Tourismus arbeiteten beide Partner zusammen. Alte Liebe rostet nicht, sagt man indes im Burgenland: Die Partnerschaft solle auch nach Eichenlaubs Abgang fortgeführt werden, erklärte Landtagspräsident Walter Prior, einer von Eichenlaubs langjährigen Bekannten aus der Burgenländer Politik, in der Freitagsausgabe der Burgenländischen Volkszeitung. Was die Partnerschaft zwischen Waldeck-Frankenberg und dem Burgenland betreffe, sei immer alles korrekt abgelaufen.

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