Waldeck-Frankenberg

CDU-Chef Klein: Landrat Kubat soll Worten Taten folgen lassen

+

- Frankenberg-Röddenau. Solide Finanzen, Arbeitsplätze und Bildung sind drei Schwerpunkte, für die sich die CDU im Landkreis nach den Wahlen einsetzen will. Am Freitagabend verabschiedeten die Delegierten im Frankenberger Stadtteil das Wahlprogramm.

Lutz Klein, der Kreisvorsitzende der CDU, begrüßte die 110 zum Programm-Parteitag erschienenen Delegierten im Röddenauer Bürgerhaus kämpferisch und selbstbewusst: „Nach einem Jahr Landrat Kubat muss die Frage erlaubt sein, wohin die Reise geht. Wo sind die Schwerpunkte und Ziele, die der Landrat gesetzt hat?“, fragte Klein. So reiche beispielsweise die bloße Einrichtung einer „Stabsstelle Ländlicher Raum“ in der Kreisverwaltung nicht aus – es müssten auch Taten folgen. Und beim Thema „schnelleres Internet“ seien es laut Klein in der Regel die Bürgermeister, die sich für ihre Kommunen einsetzen, nicht der Landrat.

Trotz der Kritik bot Klein Landrat Kubat weiterhin eine gute Zusammenarbeit an: Die Koalition blockiere den Landrat keineswegs. Das habe Kubat immerhin selber so festgestellt. „Unverständlich, warum er sich trotzdem eine rot-grüne Koalition wünscht“, stichelte Klein. Die Personalie „Eichenlaub“ wurde bei der Versammlung mit keinem Wort erwähnt. Klein stellte indessen fest, dass die bürgerliche Koalition „entgegen allen Unkenrufen“ auch nach dem Wechsel des Landrats gehalten und „solide gearbeitet“ habe. Klein: „Der Kreis Waldeck-Frankenberg steht gut da.“

Das Thema „schnelles Internet“ taucht auch im Wahlprogramm der CDU mit dem Titel „Lebenswertes Waldeck-Frankenberg“ auf. Der Ausbau eines leistungsfähigen, flächendeckenden DSL-Netzes ist einer der Punkte, den die CDU auf ihrer Agenda hat. Die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg stellte den Delegierten am Freitag die Schwerpunkte und Ziele ihrer Partei für den bevorstehenden Wahlkampf und die Zeit danach vor. „Wir wollen eine konkurrenzfähige Region bleiben“, erklärte die Abgeordnete. Dafür sei schnelles DSL notwendig.

„Wirtschaft und Arbeit“, „solide Finanzen“, „Verkehrsinfrastruktur“ „Tourismus und Umweltpolitik“, „ländlicher Raum und demografischer Wandel“, „Energiewirtschaft“, „interkommunale Zusammenarbeit“, „Familie“, „Gesundheitswesen“, „bürgerfreundliche Verwaltung“, „Bildungspolitik“, „Sport, Vereine und Ehrenamt“ – so lauten die zwölf Abschnitte der Programmschrift, der die Delegierten nach einigen Änderungen an Formulierungen ihre Zustimmung gaben. Vorangestellt ist ein Leitbild, aus dem das Selbstverständnis der Kreis-CDU deutlich wird: „Die CDU hat die Politik in Waldeck-Frankenberg in den letzten Jahren maßgeblich mitgestaltet. Finanziell steht der Kreis in der Spitzengruppe der hessischen Kreise.“

Mehr vom CDU-Parteitag lesen Sie in der WLZ-FZ am Montag, 24. Januar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare