Waldeck-Frankenberg

CDU-Vorsitz: Christoph Butterweck tritt nicht mehr an

- Waldeck-Frankenberg (lb). Dr. Christoph Butterweck wird beim Kreisparteitag der CDU im Januar 2010 nicht mehr für den Vorsitz kandidieren.

Kreisvorstand und Kreistagsfraktion der CDU tagten am Montagabend in Korbach. Butterweck erklärte dort, beim nächsten regulären Kreisparteitag der Union im Januar 2010 nicht mehr antreten zu wollen. Bis dahin soll Regierungspräsident a.D. Lutz Klein die politischen Geschäfte der Waldeck-Frankenberger CDU kommissarisch führen. Klein erklärte seine Bereitschaft, die Nachfolge Butterwecks anzutreten und wurde am Montagabend vom CDU-Vorstand einstimmig nominiert. Der Christdemokrat betonte außerdem, die volle Amtszeit von zwei Jahren ausüben zu wollen. Nach Informationen der WLZ-FZ stand in der Sitzung auch Butterwecks Funktion als Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag zur Debatte. Dieses Amt und auch der Posten als Vorsitzender des CDU-Stadtverbandes Korbach blieben aber unberührt von seiner Entscheidung, den Kreisvorsitz niederzulegen, hatte Butterweck bereits zuvor gegenüber unserer Zeitung erklärt. Bereits am vergangenen Freitag hatte Butterweck per Pressemitteilung angekündigt, sich aus seinem Amt als Kreisvorsitzender zurückziehen zu wollen. Der Christdemokrat reagierte damit auf verstärkte parteiinterne Kritik an seiner Person, die nach der für Klaus Friedrich verloren gegangen Landratswahl laut geworden war. Butterweck war für die Strategie im Wahlkampf des von CDU, FDP und FWG unterstützten Kandidaten verantwortlich gemacht worden. Der Kreisvorsitzende begründete seinen Schritt mit „Schmähkritik und Verunglimpfungen, die gezielt von einigen Personen geschürt werden“. So sei bis an die Grenzen des Rufmords gegen seine Person gearbeitet worden. Mit seinem Rückzug aus der Kreisspitze der CDU wolle er seiner Partei dienen. Insbesondere sollten die innerparteilichen Querelen vor der Bundestagswahl im September beendet werden.

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