Milchbauern suchen neue Einnahmequellen

30 Cent pro Liter reichen nicht aus – Viele Höfe geben auf

Frisch gezapft: Bei Matthias und Rhabea Landau kann man auf dem Bauernhof Köhlermühle in Röddenau Milch am Automat kaufen. Für sie lohnt sich das Geschäft – ein Milchautomat ist aber längst nicht auf allen Höfen sinnvoll.  Foto: Ziermann

Waldeck-Frankenberg. Die 30-Cent-Marke ist überschritten, der Milchpreis erholt sich allmählich – doch für einige Bauern im Kreis kommt die Entwicklung zu spät. 383 Milchviehbetriebe gibt es noch im Landkreis, mehr als 50 haben in den letzten zwei Jahren dicht gemacht. Weil auch 30 Cent pro Liter Rohmilch kaum zum Leben reichen, suchen Landwirte nach neuen Einnahmequellen – zum Beispiel Milchautomaten.

Das müsse aber wohlüberlegt sein, warnt Fritz Schäfer, Dezernent für Landwirtschaft beim Landkreis. „Viele wollen jetzt nach vermeintlichen Strohhalmen greifen. Ich will nicht, dass da irgendjemand leichtfertig investiert und dann auf die Nase fällt“, sagt Schäfer. Um die Landwirte über Chancen und Risiken der Direktvermarktung aufzuklären, hatte Schäfer gestern zu einer Fortbildung eingeladen. (Von Christopher Ziermann)

Mehr über die Inhalte finden Sie in der WLZ-Freitagausgabe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare