Waldeck-Frankenberg

Christine Eden ist neue Chefin der Arbeitsagentur

- Waldeck-Frankenberg (resa). Einen Führungsstil, der das Miteinander und die Wertschätzung in den Mittelpunkt stellt, will die neue Chefin der Agentur für Arbeit pflegen. Am 1. Dezember hat Christine Eden ihren Dienst angetreten.

Aus ihrem Fenster blickt sie über die Dächer der Stadt. Hier sieht sie, wie die Sonne aufgeht und meistens auch noch, wie sie wieder untergeht. „Die Tage sind lang und erfüllt“, sagt Christine Eden. Die 53-Jährige sitzt seit dem 1. Dezember im Chefsessel der Agentur für Arbeit in Korbach. „Ich bin nie mit dem Ziel angetreten, eine Agentur zu leiten“, sagt sie, „das Wichtigste war mir immer, dass meine Arbeit Sinn macht.“ Diese Maxime gilt seit 38 Jahren. Damals trat die Bremerin ihre erste Stelle bei der Arbeitsagentur an. „Eigentlich wollte­ ich Pädagogik oder Jura studieren“, erinnert sie sich, „aber das hatten meine Eltern für ein Mädchen nicht vorgesehen.“ Dabei hätte sie das Zeug dazu gehabt. Mit Erfolg hatte sie die Schule in Rheine besucht, gute Noten mit nach Hause gebracht und eine überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft gezeigt. Mit 15 Jahren saß sie dann beim Arbeitsamt. „Dort hat man mir gleich eine Ausbildungsstelle angeboten – im Arbeitsamt“, schmunzelt Christine Eden. Sie griff zu, ging den Kompromiss ein und ließ sich im Amt in Rheine als Sozialversicherungsfachangestellte ausbilden. Stufe für Stufe erklomm Christine Eden anschließend – sie zog nach Bremen, wurde Geschäftsführerin, absolvierte eine zusätzliche Ausbildung zur Betriebswirtin und landete schließlich in der Geschäftsleitung. Langweilig sei die Arbeit bei der Agentur nie gewesen, die Jahre seien wie im Flug vergangen. „Mich trieb nie der Ehrgeiz, sondern immer die Freude an der Arbeit“, sagt sie, „ich wollte immer den Menschen helfen.“ Angst vor Herausforderungen kennt sie nicht. Die Möglichkeit, etwas aktiv zu gestalten, habe ihr einfach schon immer Spaß gemacht. Im harten Geschäft der düsteren Arbeitsmarktzahlen hilft der Bremerin vor allem ihr Optimismus. „Ich arbeite lösungsorientiert, nicht problemorientiert“, sagt sie. Natürlich könne auch die Agentur keine neuen Arbeitsplätze schaffen, aber sie könne die vorhandenen sinnvoll besetzen. „Wenn das Leben dir Zitronen gibt, dann mach Limonade daraus“, zitiert sie fröhlich ihr Lebensmotto.Und mit dieser Strategie tritt Christine Eden nun im Landkreis an. „Ich bin und bleibe ein Nordlicht“, räumt sie ein. Dort leben ihr Mann, ihre vier Geschwister, ihre Familie. Dort schlägt ihr Herz. „Aber jetzt will ich mich für diese Region einsetzen, für diese Agentur“, sagt sie, „gute Dinge behalten und nicht so gute verbessern.“ Im Mittelpunkt soll dabei immer der Kunde stehen. „Menschen, die zu uns kommen, befinden sich oft in schwierigen Lebenssituationen“, weiß Eden, „sie müssen bei uns das Gefühl haben, willkommen zu sein.“

Mehr dazu lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung von Mittwoch, 23. Dezember 2009.

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