So laufen die Präventionswochen

Mehr Tests und auch mehr Corona-Fälle an Schulen

Zwei Jungen mit Corona-Antigentests in der Ederseeschule in Herzhausen
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Routiniert: Auch schon für Grundschüler gehören Antigentests mittlerweile zum Schulalltag.

Die zweite Woche der „Prävention“ an den Schulen läuft. Die Schüler werden in den ersten beiden Wochen des Schuljahres dreimal wöchentlich auf das Coronavirus getestet.

Waldeck-Frankenberg – Mit dem Virus infizierte Kinder sowie meistens deren direkte Sitznachbarn werden vom Gesundheitsamt aufgefordert, sich in Quarantäne zu begeben. An der Gesamtschule Battenberg befindet sich eine ganze Klasse in Quarantäne, weil dort mehrere Schüler infiziert sind. Wie viele positive Tests es insgesamt an den Schulen im Landkreis bislang gegeben hat, war bis gestern vom Landkreis nicht zu erfahren.

Ziel der Präventionswochen mit mehr Tests und Maskenpflicht im Unterricht ist laut dem Kultusministerium, dass das Virus unter Kontrolle bleibt und Präsenzunterricht stattfinden kann. Doch die Infektionszahlen steigen wie in der Gesamtbevölkerung an. „Die Schulen stellen keine Hotspots dar, sondern die Infektionen verteilen sich diffus im gesamten Kreisgebiet“, heißt es vonseiten des Landkreises.

An der Grundschule am Burgberg in Battenberg hat es in den ersten Tagen vier positiv getestete Schüler in verschiedenen Klassen gegeben. Diese Fälle wurden laut Schulleiterin Bianca Kromberg später bei PCR-Tests bestätigt. Die Schüler einer betroffenen Klasse müssen sich in solchen Fällen zwei Wochen lang jeden Tag testen.

Die neuen Test-Hefte

Lehrer müssen negative Nachweise in den neuen Test-Heften vermerken. Diese können die Kinder im privaten Bereich nutzen, wenn die Vorlage eines Testergebnisses erforderlich ist. „Das Testen kostet Zeit, ist aber besser als Distanzunterricht“, sagt Alina Friedrich, stellvertretende Schulleiterin an der Ederseeschule in Herzhausen.

Das Kultusministerium weist auf eine Methode hin, die sich als wirksam erwiesen haben soll: „Das richtige und regelmäßige Lüften ist das A und O für einen sicheren Unterricht.“ Auch Luftreinigungsanlagen könnten dies nicht ersetzen. Doch seit letzter Woche heißt es, dass über ein Förderprogramm mobile Luftfilter für schlecht zu lüftende Räume angeschafft werden sollen.

Auch bei höheren Inzidenzwerten ist in Hessen Präsenzunterricht vorgesehen. Aber wie es nächste Woche in den Schulen weitergeht, ist noch offen. Ob die Beschränkungen wie die Maskenpflicht im Unterricht bleiben, „wird von der weiteren Entwicklung des Infektionsgeschehens abhängen“, heißt es in einer Antwort des Kreises. (Stefanie Rösner)

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