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Dalwigksthal: Schönheiten eines englischen Ziergartens

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Blick aus dem Englischen Garten mit einer Amor-Statue auf den Marstall/Campfhof Dalwigksthal.
Blick aus dem Englischen Garten mit einer Amor-Statue auf den Marstall des Campfhofs in Dalwigksthal. © Werner Ebert

Besucher, die zum Tag der offenen Gärten am 18. oder 19. Juni nach Dalwigksthal kommen und den historischen Garten Nr. 29 aus dem Prospekt besuchen möchten, werden eher einen herrschaftlichen Park als einen Garten betreten.

Dalwigksthal – Auf dem weitläufigen Gelände, das Reinhard Freiherr von Dalwigk und seine Tochter Julie Kramer an dem Wochenende für Besucher öffnen, finden sich das Herrenhaus, der renovierte Marstall, Wirtschaftsgebäude, ein historisches Gewächshaus und verschiedene Pavillons, die zum Verweilen einladen – sowie Gärten:

Die Besucher werden einen Obstgarten, einen Nutzgarten und einen englischen Ziergarten mit Taxushecken und verschiedenen Skulpturen vorfinden. Dort werden dann auch die Rosen blühen, die die Rabatten entlang der Wege säumen. Beeindruckend sind uralte Bäume, darunter eine Eiche, die nach Information des Hausherren rund 400 Jahre alt ist.

Julie Kramer mit der kleinen Sophie und ihrem Mann Alexander Kramer.
Die Gastgeber: Julie Kramer mit der kleinen Sophie und ihrem Mann Alexander Kramer. © Werner Ebert

Auf einer Seite wird das Areal durch die Orke begrenzt. Im oberen Bereich rauscht ein Wehr, das das Wasser für einen Mühlgraben abzweigt. Dort ist ein Lagerfeuerplatz eingerichtet, dessen rustikale Baumstümpfe für Besucher als Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen. Aber auch sonst, verspricht die Hausherrin Julie Kramer, werden etliche Sitzgruppen zur Verfügung stehen, damit die Gäste den Gartentag entspannt genießen können.

Auch Kaffee und Kuchen möchte sie anbieten. Aber da sie zum ersten Mal dabei ist, ist sie unsicher, was die nötige Menge und den Besucherandrang betrifft. „Wenn alles gegessen ist, gibt es nebenan beim Profi in der Alten Mühle Dalwigksthal auf jeden Fall noch etwas“, sagt sie und lacht. Denn dort, bei Jan Küstner, findet sich auch noch ein Garten, der zum Tag der offenen Gärten geöffnet ist.

Das historische Gewächshaus, gesehen aus Richtung des Englischen Gartens., Campfhof Dalwigksthal
Das historische Gewächshaus, gesehen aus Richtung des Englischen Gartens. © Werner Ebert

Auf die Frage, ob sie gerne im Garten arbeite, antwortet Julie Kramer etwas unsicher. Sie habe noch nicht allzu viel Gelegenheit gehabt, das auszuprobieren. Schließlich wohne sie mit ihrer Familie erst seit einem Jahr dort, habe vier Kinder und sei noch berufstätig. Immerhin hat sie schon eine tüchtige Hilfe in ihrem Ältesten: Anton besteigt mit seinen zehn Jahren schon begeistert den Aufsitzmäher, um die großen Rasenflächen unters Messer zu nehmen.

Anfahrt: Die Gastgeber bitten darum, in der Dorfmitte von Dalwigksthal zu parken. Der Eingang ist bei der Bushaltestelle in der Mündener Straße ausgeschildert. (Von Werner Ebert)

Zum 8. Tag der offenen Gärten am 18./19. Juni sind 31 Gärten jeweils von 10 bis 18 Uhr zugänglich. Weitere Infos: gaerten-waldeck-frankenberg.de

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