Sophia und Jana erkunden den Bauhof und sehen ihre Stadt mit anderen Augen

„Das ist ja wie im Dschungel hier“

Waldeck-Frankenberg - Sie saßen unter Palmen, bestaunten Salzberge und entdeckten, wie aus großen Bäumen kleine Schnitzel wurden: Sophia und Jana aus Korbach haben den Bauhof unter die Lupe genommen und dabei überraschende Entdeckungen gemacht.

Salz schmeckt salzig. Ist ja klar. Aber wie schmeckt eigentlich das Salz, das im Winter auf der Straße dafür sorgt, dass die Autos nicht ins Rutschen geraten? Sophia und Jana wissen das jetzt. „Es schmeckt nach Salz“, sagen die beiden und verziehen lachend das Gesicht. Gemeinsam mit Friedhelm Schmidt stehen die beiden Korbacher Mädels in dem riesigen Salzlager des Bauhofs und probieren. Friedhelm Schmidt ist hier der Chef und gleichzeitig bei der Korbacher Feuerwehr. Direkt haben die beiden Mädchen eine brennende Frage: „Wieso liegt hier eigentlich noch so viel Salz?“ Sophia und Jana ahnen die Antwort schon. „In diesem Winter war es nur selten richtig kalt und es lag wenig Schnee“, sagt Friedhelm Schmidt, „also brauchte auch der Winterdienst nicht so oft rausfahren“. Der Winterdienst gehört genauso zum Bauhof wie die Müllabfuhr, Schreinerei, Malerei, Schmiede, Gewächshaus, Straßenschilder. Die Liste ist eigentlich fast endlos, finden die Mädchen. Und beim Besuch im Bauhof versuchen sie so viel wie möglich unter die Lupe zu nehmen. Im Gewächshaus setzen sie sich gemütlich auf einen Stein: „Das ist ja wie im Dschungel hier“, schwärmen die Mädchen, „wir sitzen unter Palmen“. 20 000 Liter Blumenerde macht der Bauhof jedes Jahr selber, 1500 Bäume pflanzen die Mitarbeiter jedes Jahr und 20 000 Blumen. Es gibt noch viel mehr Zahlen, die der Bauhof-Chef für die Mädchen rausgesucht hat – von Hecken, Sportplätzen, Stühlen, Mitarbeitern und Bäumen. Aber Jana und Sophia haben jetzt eine ganze andere Frage: „Warum heißt der Bauhof eigentlich Bauhof?“ Friedhelm Schmidt weiß es: „Das ist ein ganz alter Begriff“, sagt er, „früher meinte man damit, dass es der Hof für die Bauarbeiter ist“. 56 Mitarbeiter arbeiten heute auf dem Hof, der im Industriegebiet liegt.Und was war dein schönster Tag hier? Da muss Friedhelm Schmidt nicht lange überlegen: „Das war der Tag der offenen Tür, als wir den Korbachern gezeigt haben, was wir hier machen.“ Und was war der anstrengendste Tag? „Das war damals vor acht Jahren, als das Hochwasser in Korbach war“, erzählt Schmidt, „damals waren alle Mitarbeiter vom Bauhof und der Feuerwehr im Einsatz.“ (resa)

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