Delegiertenversammlung der FDP Waldeck-Frankenberg erneuert den Vorstand

Liberale verjüngen ihre Spitze

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Dieter Schütz und Stefan Sommer (3. u. 4. v. l.) sind in ihren Ämter bestätigt worden, Elias Knell, Heinz-Dieter Helfer und Stefan Dittmann (v. l.) neu in die FDP-Spitze aufgerückt.

Waldeck-Frankenberg. Die Liberalen in Waldeck-Frankenberg haben ihren Vorstand neu gewählt: Dieter Schütz bleibt Vorsitzender, in die meisten Ämter wählten sie aber neue Männer.

Die Frage, ob es außer Dieter Schütz weitere Kandidaten für den Kreisvorsitz der FDP gäbe oder gar eine Vorstellung nötig wäre, löste beim Delegiertentag der Liberalen in Korbach leichtes Gelächter aus – mit 51 von 51 Stimmen bestätigten die Gesandten den Willinger für seine dritte Amtszeit. Auch den stellvertretenden Vorsitzenden Stefan Sommer aus Ernsthausen wählten sie mit 49 Stimmen wieder. 

Den Rest des geschäftsführenden Vorstands besetzten die Delegierten hingegen komplett neu, da Sommers Amtskollegen Dr. Werner Pohlmann und Thomas Neutze sowie Schatzmeister Adolf Graf nicht mehr zur Wahl standen. Einstimmig bestimmten sie Stefan Dittmann, Bürgermeister der Gemeinde Twistetal, und mit 48 Stimmen Elias Knell, FDP-Vorsitzender in Frankenberg, zu Vertretern des Vorsitzenden. Mit 50 Ja-Stimmen wird Heinz-Dieter Helfer neuer Schatzmeister – ein Posten, den er bereits seit sechs Jahren in Korbach innehat. 

Der aus dem Amt geschiedene Schatzmeister Adolf Graf (Bad Arolsen) wird erstes Ehrenmitglied der FDP Waldeck-Frankenberg – bislang hatten die Liberalen in Otto Wilke lediglich einen Ehrenvorsitzenden.

Die generelle Lage der FDP nach ihrer langen Krise bewertete der Kreisvorsitzende positiv: „In den vergangenen zwei Jahren geht es mit uns stetig bergauf – es macht wieder richtig Spaß.“ Auch die Mitgliederzahl sei im Kreis wieder gestiegen: 305 Waldeck-Frankenberger sind bei den Liberalen, elf mehr als im Vorjahr. Die Arbeit mit den Ortsverbänden laufe gut; auch Juli-Vorsitzender Daniel Hanke zeigte sich zufrieden mit der Offenheit des Vorstandes für die Jungliberalen. 

In dem Bericht aus der Kreistagsfraktion teilte Schütz  gegen die meisten anderen Parteien im Kreis-Parlament aus: Die neue Koalition aus SPD und CDU fremdele noch miteinander, nachdem sie sich zuvor regelmäßig ausgebuht habe. Auf ein schlüssiges Konzept zur Personalentwicklung lasse der Landrat schon sechs Jahre warten. 

Die Grünen würden nach dem Machtverlust schmollen, die Linken „Märchen erzählen“. „Und der AfD müssen wir inhaltlich begegnen und sie bloßstellen“, sagte Schütz. Schwerpunkt der FDP sei die Konsolidierung der Kreisfinanzen bei Stärkung der Schulen und des Tourismus. 

Nach der erfolgreichen Kommunalwahl – die FDP gewann mit sieben Prozent ein Mandat hinzu und ist im Kreisausschuss vertreten – gelte es, nicht nachzulassen: „Wir sind dran – wir müssen nur dran bleiben.“

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