Bevölkerung im Landkreis ist hessenweit mit am ältesten

Waldeck-Frankenberg: Jeder Vierte im Landkreis ist über 64 Jahre alt

Kulturell interessiert, körperlich aktiv, sozial engagiert. Viele Ältere halten sich lange fit und tragen zu großen Teilen zum gesellschaftlichen Leben bei.
+
Kulturell interessiert, körperlich aktiv, sozial engagiert. Viele Ältere halten sich lange fit und tragen zu großen Teilen zum gesellschaftlichen Leben bei.

Die Bevölkerung im Landkreis altert weiter. Das Durchschnittsalter in Waldeck-Frankenberg beträgt 46 Jahre. In Hessen sind es 44. .

Waldeck-Frankenberg - Nur sechs von 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten liegen mit ihrem Wert darüber. Am höchsten ist das Durchschnittsalter in Hessen im Werra-Meißner-Kreis mit 47,3 Jahren. Das geht aus Daten des Statistischen Landesamtes Hessen hervor.

In Waldeck-Frankenberg ist die Bevölkerung in der Gemeinde Haina im Durchschnitt am ältesten (48,8 Jahre). Der geringste Wert wird für Allendorf/Eder genannt: durchschnittlich 43,6 Jahre. In der Kreisstadt Korbach beträgt das Durchschnittsalter den Daten zufolge 45,1 Jahre. Waldeck-Frankenberg zählt insgesamt 156 389 Einwohner. Dies ist eine vorläufige Zahl aus dem Mai 2021. Vor zehn Jahren waren es noch 162 500, und im Jahr 2000 lebten in Waldeck-Frankenberg noch 170 604 Menschen.

Dr. Jürgen Römer vom Fachdienst Dorf- und Regionalentwicklung des Landkreises rechnet aber mit einer „weitgehenden Stagnation der Bevölkerungszahl. Er wagt die These, dass „der Abwärtstrend gebrochen sein dürfte“. Im Jahr 2020 gab es im Landkreis demnach einen Bevölkerungszuwachs von 0,1 Prozent.

Insgesamt wird erwartet, dass die Bevölkerung weiter altert, nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in den Ballungsgebieten in Hessen. Bis zum Jahr 2040 wird ein erheblicher Anstieg des Altersdurchschnitts auf 49,8 Jahre für Waldeck-Frankenberg berechnet. Demzufolge wird dann gut jeder Dritte (33 Prozent) 65 Jahre und älter sein. Nach den aktuellsten Daten sind es fast ein Viertel: 23,7 Prozent.

Der Anteil der unter 20-Jährigen wird den Daten zufolge auf 15,4 Prozent schrumpfen. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 waren dies noch 18,4 Prozent der Bevölkerung im Kreis.

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung beeinflussen drei Faktoren die Bevölkerungsentwicklung: die Geburtenrate, die Sterberate sowie die Migration – die Ein- und Auswanderung. Vor einigen Jahren war die Geburtenrate im Landkreis wie auch deutschlandweit deutlich rückläufig. Außerdem steigt die Lebenserwartung weiter an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare