Gastronomie und Technik

Diese Fachkräfte sind in Waldeck-Frankenberg heiß begehrt

Waldeck-Frankenberg – In der Gastrononomie und in technischen Berufen gab es 2018 in Waldeck-Frankenberg viele Jobs. Doch häufig suchten Fachkräfte in anderen Branchen.

Nach Ansicht der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) entwickelt sich der Fachkräftemangel in Deutschland zur Wachstumsbremse. Doch in welchen Branchen Fachkräfte fehlen, das unterscheidet sich regional stark, wie eine gemeinsame Datenauswertung des Recherchezentrums CORRECTIV und unserer Zeitung zeigt.

Die Daten für den Landkreis Waldeck-Frankenberg zeigen zum einen, wie viele Stellenangebote in der jeweiligen Branche von der Arbeitsagentur vermerkt wurden. Zum anderen ist ersichtlich, in welchen Branchen Menschen einen Job als Fachkraft suchten. Insgesamt ist es für Arbeitgeber schwieriger geworden: Kamen 2011 noch 9,48 Arbeitssuchende auf jedes Jobangebot, waren es 2018 nur noch 6,77.

Die meisten Fachkräfte wurden 2018 für den Bereich Maschinenbau und Betriebstechnik gesucht – gefolgt von der „Fahrzeugführung im Straßenverkehr“. Dazu zählen etwa Berufskraftfahrer, Boten oder Rettungswagenfahrer. Auch Fachkräfte für die Gastronomie waren stark nachgefragt. Zwar gab es für diese drei Bereiche mehr Arbeitssuchende als Stellen, die Fachkräfte in Waldeck-Frankenberg suchten jedoch zum Teil in ganz anderen Branchen als jenen, die viele Stellen zu vergeben hatten.

So wollten die meisten einen Job im Bereich Objekt-, Personen- und Brandschutz und Arbeitssicherheit. Auch für Jobs in Büro und Sekretariat und im Verkauf interessierten sich viele. Für sie wird es schon deutlich schwieriger, im Landkreis eine Stelle zu finden. Auf der anderen Seite haben Arbeitgeber, die Energietechniker, Metallbauer oder Schweißer suchen, das Nachsehen: In dieser Branche ist die Nachfrage nach Fachkräften hoch, die Zahl der Arbeitssuchenden aber gering.

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Diese Recherche ist Teil einer Kooperation unserer Zeitung mit CORRECTIV.Lokal, einem Netzwerk für Lokaljournalismus, das datengetriebene und investigative Recherchen gemeinsam mit Lokalpartnern umsetzt. CORRECTIV.Lokal ist Teil des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV, das sich durch Spenden von Bürgern und Stiftungen finanziert.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/dpa-tmn

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